Bright Light Bright Light - Choreography - Cover
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Bright Light Bright Light Choreography


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 53 Minuten
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2.5/10 Unsere Wertung Legende
8.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Volksmusik-Kitsch im Pop-Gewand.

Ein Album zum Tanzen, eines das bunt und mutig Popmusik feiert. Ersteres ist Rod Thomas, der solo als Bright Light Bright Light Pop macht, durchaus gelungen. Letzteres darf bezweifelt werden. „Choreography“ feiert die Popmusik, doch mit Mut oder Farbenfreude ist es nicht weit her - hier findet man eher Mut zu Kitsch und eintönige Stimmungsbögen.

Flashdance, Footloose und - äh - Alien 4 sollen die Lieder auf „Choreography“ inspiriert haben. Bei den zwei erstgenannten durchaus vorstellbar, auch wenn man eingestehen muss, das „Kiss For Kiss“ (eben der angeblich von Alien 4 inspirierte Track) der wohl beste des Albums ist, was daran liegen könnte, dass es eines der wenigen unaufgeregten, ruhigen Stücke des Albums ist. Der Rest bewandert ausgetretene Pfade zwischen den kantenlosen Aspekten von Disko und Pop mit übersimplen Keyboard-Melodien und schlechten House-Fusionen (u.a. „I Only Want To Please You“). Dazwischen ertönen immer mal wieder Smooth-Jazz-Trompeten, die dem Ganzen die abgetragene Krone aufsetzen.

Elton John weckt am Anfang dann auch keine Gelüste auf diesen nicht allzu fetten Braten. In „All In The Name“, das auf höchst unbefriedigende Weise im Refrain auf „Somebody To Love“ (The Great Society, dann Jefferson Airplane, später Boogie Pimps) anspielt, hebt er sich vom Rest des Lieds kein Stück ab, klingt geradezu austauschbar. Auf den anderen beiden Liedern ergeht es nicht anders.

Rod Thomas wäre mutiger gewesen, hätte er sich des Sounds bedient, den er nebenher mit der Glitter-Funk-Band Slow Knights präsentiert. Bei aller Liebe für tanzbare Musik ist „Choreography“ viel zu sehr darauf versteift, einen Pop-Sound zu treffen, der nur dem Namen nach zu Bright Light Bright Light passt.

Anspieltipps:

  • Kiss For Kiss
  • Won’t Do

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