Twisted Sister - Metal Meltdown - Cover
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Twisted Sister Metal Meltdown


  • Label: Loud & Proud Records
  • Laufzeit: 140 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„If you are ready, we are Twisted fuckin‘ Sister!“

Die US-amerikanische Glam-Hardrock-Band Twisted Sister um Sänger Dee Snider (61), der allerdings erst drei Jahre nach Gründung zur Band stieß, gehört zu den absoluten Kult-Bands der 80er Jahre, obwohl ihre kommerzielle Performance nicht unbedingt als überragend einzustufen ist. Dennoch hatte die Band einige Hits am Start, räumte die eine oder andere Goldene und Platin Schallplatte ab und galt vor allem in den USA als berühmt-berüchtigte Schock-Rock-Truppe, die gerne provozierte.

Am Ende der erfolgreichen Dekade lösten sich Twisted Sister quasi rechtzeitig vor dem Grunge-Boom auf, kehrten in den folgenden Jahrzehnten aber mehrmals zurück und befinden sich aktuell auf großer Abschiedstour, weil nach 40 Jahren endgültig Schluss sein soll. Die Shows zum Ende von Twisted Sister dienen übrigens auch dazu, Geld für die Familie des im letzten Jahr verstorbenen Drummers A.J. Pero einzuspielen, der für sein Ableben scheinbar keine Vorkehrungen getroffen hatte. Ein feiner Zug.

Als Ersatzmann wurde Schlagzeuger-Ikone Mike Portnoy (Avenged Sevenfold, Dream Theater, The Winery Dogs) verpflichtet, der mit A.J. Pero befreundet war. Dieser spielte zwei Monate nach dem Tod seines Kumpels, am 30. Mai 2015, mit Twisted Sister im „The Joint“ im Hard Rock Hotel & Casino im Spielerparadies Las Vegas. Dabei liefen Kameras und Aufnahmegeräte unter der Regie von Brian Lockwood (Metallica, Bon Jovi, Mötley Crüe) mit, der aus dem Material das „Metal Meltdown“-Box-Set für die Nachwelt zusammenstellte.

Zusammen mit der Live-Show auf CD, DVD und blu-ray, bekommt der geneigte Käufer exklusive Interviews, 80er-Jahre-Bildmaterial aus dem Archiv, eine Fotogalerie sowie den Dokumentationsfilm „Rockshow“ angeliefert. Damit ist „Metal Meltdown“ ein gelungenes Rundumsorglospaket für alle Twisted-Sister-Fans, bei dem freilich der Konzertmitschnitt im Mittelpunkt steht. Denn dieser präsentiert 80 Minuten lang den stets etwas primitiv wirkenden Hardrock der New Yorker, der stark von der Show und dem Gesang Dee Sniders lebt, der aber auch im gesetzteren Rockstar-Alter eine gute Figur abgibt und Stimmungskracher wie „I wanna rock“, „We’re not gonna take it“ und „Come out and play“ wie ein junger Hirsch ins Mikrophon röhrt.

Anspieltipps:

  • The price
  • I wanna rock
  • Shoot ‘em down
  • Come out and play
  • I believe in rock’n’roll
  • We’re not gonna take it
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