Stoppok - Operation 17 - Cover
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Stoppok Operation 17


  • Label: Grundsound/INDIGO
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf „Operation 17“ hat sich diesmal eine Spur zu viel Routine eingschlichen, die mit absoluten Höchstnoten geizen lässt.

Stefan Stoppok (60), der inzwischen aussieht wie der ältere Bruder von Ingo Naujoks (54), uns aber hoffentlich niemals Bausparverträge und Girokonten andrehen wird, lebt inzwischen wieder in seiner Geburtsstadt Hamburg und ist musikalisch so agil wie eh und je, seitdem er 1982 erstmals als Solokünstler eine Platte auf den Markt gebracht hat. Mit seinem neuen Longplayer „Operation 17“ legt er sein inzwischen (na logo!) siebzehntes Album vor, das in seinem Homestudio in aller Seelenruhe vorbereitet werden konnte und musikalisch auf Stoppoks bewehrte Mitstreiter Sebel, Reggie Worthy und Wally Ingram zählt.

Mit dieser eingespielten Formation legt Stoppok ein routiniertes Werk mit zeitloser Musik im Blues-, Folk-, Rock-, Soul-, Reggae- und Singer/Songwriter-Stil vor, das wie gewohnt mit Texten zwischen augenzwinkerndem Humor und Tiefsinn punktet und in einer liebevoll schnoddrigen Art vorgetragen wird. Damit ist für Stoppok-Kenner im Prinzip schon alles gesagt. Doch ganz so einfach verhält es sich mit „Operation 17“ am Ende dann doch nicht.

Das entscheidende, bereits gefallene Stichwort lautet heuer „Routine“. Denn auch wenn die elf Stücke auf „Operation 17“ durchgehend leicht ins Ohr gehen und mit dem einen oder anderen musikalischen Kniff gefallen können, fehlen diesmal die allüberragenden Songs, die es mühelos auf ein Stoppok-Mixtape schaffen und neben Tracks wie „Wie tief kann man sehn“ oder auch „Denk da lieber nochmal drüber nach“ glänzen würden. Das ist zwar Kritik auf hohem Niveau, aber auch ein nicht von der Hand zu weisender Umstand, der mit absoluten Höchstnoten geizen lässt.

Anspieltipps:

  • Märchen
  • Rausch ab
  • 1 Weg hier raus
  • Ein Regenlied II
  • Man weiß es nicht
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