Suicidal Tendencies - World Gone Mad - Cover
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Suicidal Tendencies World Gone Mad


  • Label: Suicidal Records
  • Laufzeit: 56 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine Hardcore-Nostalgieveranstaltung, die nach heutigen Maßstäben verbraucht und altbacken wirkt.

Mit einem (mal wieder) generalüberholten Line-up, aktuell bestehend aus Mastermind Mike Muir (Gesang, Texte, Kompositionen) sowie Jeff Pogan (Gitarre), Dean Pleasants (Gitarre), Ra „Chile“ Diaz (Bass) und Dave Lombardo (Drums), treten die im Jahr 1982 gegründeten Suicidal Tendencies ihren zweiten Frühling an. Denn die Südkalifornier gehörten einst zu den wenigen Hardcore-Kapellen, die zumindest zwischenzeitlich einen Major-Vertrag besaßen und relativ weit oben in den internationalen Charts mitmischten. Dann implodierte das Bandgefüge irgendwann nach dem „Free Your Soul And Save My Mind“-Album (2000) und Suicidal Tendencies fanden für 13 Jahre nicht mehr statt.

Doch dann, im Jahr 2013, mit dem Album „13“, meldeten sich die Mannen um Mike Muir zurück. Es ist ihr insgesamt 13. Werk und hat 13 Songs an Bord. Gut, dass wir da mal drüber gesprochen haben. Und siehe da, Suicidal Tendencies leben noch immer und legen nun mit „World Gone Mad“ geschmeidig frische Hardcore-Briketts nach. Diese wurden zwar hörbar keiner aufwendigen Produktion unterzogen (an den Reglern saß Cheffe Mike Muir himself), ballern aber recht amtlich aus den Boxen, wenn der Regler nur weit genug nach rechts gedreht wird.

Mit dem ehemaligen Slayer-Drummer Dave Lomardo haben Suicidal Tendencies nun einen Mann an der Schießbude sitzen, der auch mit Anfang 50 immer noch mächtig in den Arsch tritt. Das kommt den Songs durchaus zugute. Allerdings können weder Dave Lombardo noch Neu-Bassist Ra „Chile“ Diaz, der an seinem Instrument alles andere als unauffällig agiert, retten, was Mike Muir in Sachen Songwriting verpatzt hat. Wer dagegen nicht mehr als zwei Akkorde und ein paar quietschende Gitarrensoli pro Song braucht, fährt mit dem rockigen Geknüppel ganz gut.

Das Problem daran: Die elf Songs ähneln sich in ihren Skate-Punk/Hardcore-Metal-Strukturen dermaßen, als würde eine Endlosschliefe abgespielt werden. In Verbindung mit dem verwaschenen Klangbild ergibt sich daraus eine auf fast eine Stunde Spielzeit ausgedehnte Hardcore-Nostalgieveranstaltung, die nach heutigen Maßstäben verbraucht und altbacken wirkt.

Anspieltipps:

  • This world
  • Clap like Ozzy
  • World gone mad!
  • Get your fight on!
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