Placebo - A Place For Us To Dream - Cover
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Placebo A Place For Us To Dream


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 137 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

20 Jahre Placebo werden mit 36 Songs auf einem retrospektiven Doppelalbum gefeiert. Dabei ist doch noch gar nicht Weihnachten.

Im vergangenen Jahr der Ritterschlag eines „MTV Unplugged“-Albums (11/2015) und jetzt ein „Greatest Hits“-Werk: Placebo holen im 20. Jahr ihres Bestehens fleißig ihre Ernte ein und rüsten sich für die kommenden Jahre, wobei ein neuer Studio-Longplayer in 2017 wohl eher Utopie sein dürfte. Also müssen die Fans vorerst mit kleinen Bröckchen wie dem einzigen brandneuen Track „Jesus‘ son“ auskommen, der zwischen 36 Songs auf zwei CDs mit fast 140 Minuten Spielzeit untergebracht wurde.

„Jesus‘ son“ ist ein typischer Placebo-Song, der sich nahtlos in das bisherige Oeuvre der Briten einreiht. Dieses wird auf dem vorliegenden „A Place For Us To Dream“-Album sehr ausführlich, aber nicht chronologisch vorgestellt und enthält alle signifikanten Tracks der Londoner Band um das Kreativ- und Gründungsduo Brian Molko (43) und Stefan Olsdal (42), die nach dem Ausstieg von Drummer Steve Forrest im Jahr 2015 auch das aktuelle Line-up stellen.

Auch wenn „A Place For Us To Dream“ gewiss nicht das erste Album seiner Art aus dem Hause Placebo ist und der Verdacht des Ausverkaufs inzwischen naheliegt, lässt sich durchaus nachvollziehen, dass Band und Label den Fans für die bevorstehende Jubiläumstour etwas Zählbares in die Hand geben wollten. Geht man dazu von einem Freundschaftspreis aus, dann ist „A Place For Us To Dream“, auf dem sich die Gäste Alison Mosshart („Meds“), David Bowie („Without you I’m nothing“) und Michael Stipe („Broken promise“) tummeln, eine wertige Retrospektive.

Das in einem schönen Digibook untergebrachte Doppelalbum enthält ein ausführliches Booklet mit bisher unveröffentlichtem Fotomaterial der letzten 20 Jahre als Ergänzung zu den 36 Songs, die in ihrer ganzen Pracht beweisen, dass Placebo zu Recht zu den ganz großen Fan- und Kritikerlieblingen der vergangenen zwei Dekaden zählen. Dabei bohrt sich der markante Gesang Brian Molkos in Verbindung mit dem melodramatischen Bombast-Rock-Sound ganz tief in das Gedächtnis des Hörers und hinterlässt dort eine bleibende Wirkung.

Anspieltipps:

  • 36 degrees
  • Special K
  • The bitter end
  • Teenage angst
  • Too many friends
  • Every you every me
  • Because I want you
  • A million little pieces
  • Without you I’m nothing
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