Joe Bonamassa - Live At The Greek Theatre - Cover
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Joe Bonamassa Live At The Greek Theatre


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 125 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Bonamassa spielt Albert, B.B. und Freddie King. Mit seiner zehnköpfigen Begleitband liefert er mit seinem Tribute-Abend eine Blues-Revue vom Feinsten.

Ein knappes halbes Jahr nach dem letzten, deutlich am (Hard-)Rock der Siebziger orientierten Album „Blues Of Desperation“, dürfen sich die Fans von Joe Bonamassa auf ein neues Live-Album freuen und ihren Geldbeutel schon mal zücken. Nach dem letztjährigen „Muddy Wolf At Red Rocks“ setzt der New Yorker seine Tributreihe fort und beschäftigt sich diesmal mit den drei Königen des Blues: Albert, B.B. King und Freddie King. Aufgenommen 2015 im Greek Theatre in L.A., hat Bonamassa eine große und großartige Band um sich geschart, die eine Blues-Revue der Extraklasse serviert.

Neben vielen bekannten Songs wie „Born Under A Bad Sign“, „Oh, Pretty Woman“, „Going Down“ und das unvermeidliche „The Thrill Is Gone“, werden auch weniger gängige Stücke wie „Breaking Up Somebody’s Home“ oder „Never Make Your Move Too Soon“ interpretiert. Eröffnet wird das Konzert mit „See See Baby“ und ordentlich Swing, bei dem vor allem die Bläser, Lee Thornburg, Paulie Cerra und Nick Lane, in Szene gesetzt werden. Spätestens beim zweiten Song merkt man, dass sich Bonamassa der Verantwortung, die Songs und Licks dieser drei Blueshelden zu spielen, bewusst ist und interpretiert sie mal gefühlvoll („You’ve Got To Love Her With A Feeling“), aber auch mal wild („Going Down“), ohne dabei nur zu kopieren.

So spielt er sich mit seiner bisweilen zehnköpfigen Band durch Slow Blues, wie in „Lonesome Whistle Blues“, groovigeres Material der Marke „Breaking Up Somebody’s Home“ oder swingenden Blues („Let The Good Times Roll“), wobei Bonamassa auch seinen MitstreiterInnen immer wieder genügend Platz lässt, um zu glänzen. Der Sound des Albums ist glasklar, jedes Instrument, jede Stimme ist klar und deutlich rauszuhören.

Die DVDs (DVD 1 beinhaltet das Konzert, DVD 2 Bonus Features wie eine Doku oder ein Interview mit Bonamassas Eltern) fangen den Gig gut ein und zeigt die Band bestens gelaunt. Bonamassa, wie immer in Anzug und Sonnenbrille, hat eine Vorliebe für ausgefallene Locations und auch das Greek Theatre gehört zu einer solchen. In den Hügeln der Hollywood Hills, vor dunklem Abendblau kommt die Bühne besonders zur Geltung. Kamerafahrten über L.A. bei Nacht werden zusätzlich stilvoll eingebettet, wobei die Schnitte nicht zu hektisch sind, was dem Seherlebnis besonders entgegenkommt.

Fans werden wieder begeistert sein, andere werden sich fragen, was eine solche erneute Live-Platte/-DVD soll. Festzuhalten bleibt aber, dass Bonamassa mit „Live At The Greek Theatre“ ein wahres Bluesfeuerwerk liefert. Qualitativ hochwertig werden Songs dargeboten, die darauf neugierig machen, die Originale zu entdecken, falls man sie nicht schon kennt. Sowohl mit DVD, als auch CD oder LP macht man mit diesem Package mit Sicherheit nichts falsch.

Anspieltipps:

  • See See Baby
  • Going Down
  • I’ll Play The Blues For You
  • Nobody Loves Me But My Mother
  • Hummingbird
  • Born Under A Bad Sign

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