Eric Clapton - Live In San Diego - Cover
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Eric Clapton Live In San Diego


  • Label: Reprise/WEA
  • Laufzeit: 108 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein magischer Abend mit Eric Clapton, JJ Cale und Robert Cray im kalifornischen San Diego.

Mit dem Doppel-Live-Album „Live In San Diego“ liegt inzwischen die fünfte offizielle Veröffentlichung innerhalb von knapp 15 Monaten aus dem Hause Eric Clapton vor. Dieser wurde im vergangenen Jahr stolze 70 Jahre alt und soll sich Gerüchten zufolge vom Tourleben verabschiedet haben. Das bedeutet aber nicht, dass Clapton gar nicht mehr live spielen wird. So sind für Mai 2017 bereits drei Auftritte in der Londoner Royal Albert Hall gebucht, die Stand Oktober 2016 so gut wie ausverkauft sind, obwohl die Eintrittspreise in Dimensionen liegen, bei denen nur noch mit dem Kopf geschüttelt werden kann.

Wie gut, dass sich noch unveröffentlichte Livemusik von Mr. Slowhand in den Archiven befindet, die nach und nach zu zivilen Preisen auf den Markt gebracht wird – so wie das am 15. März 2007 im kalifornischen San Diego aufgezeichnete Konzert, bei dem Claptons Kumpel JJ Cale als Gast auf der Bühne mitwirkte. Die beiden Gitarristen und Songschreiber verband bis zum Tode Cales am 26. Juli 2013 eine jahrelange, tiefe Freundschaft, aus der u.a. mit den Songs „Cocaine“ und „After midnight“ zwei Clapton-Hitsingles aus der Feder JJ Cales resultieren.

Im August 2005 nahmen die beiden das gemeinsame Album „The Road To Escondido“ (11/2006) auf und auch sonst liefen sich die Herren musikalisch immer wieder über den Weg. So wie an jenem 15. März 2007 im iPayOne-Center, das inzwischen Valley View Casino Center heißt, im Zuge Claptons damaliger „Doyle & Derek World Tour“, die sich über einen Zeitraum von zwei Jahren erstreckte. Mit seiner achtköpfigen Band, zu der eben jene Herren Derek Trucks (Gitarre) und Doyle Bromhall II (Gitarre, Gesang) gehörten, spielte Mr. Slowhand vor rund 11.000 Besuchern ein Konzert wie aus einem Guss.

16 Klassiker am Stück, in fast zwei Stunden Spielzeit, sind die Eckpfeiler dieses Albums, das ohne Fehl und Tadel daherkommt und Blues vom Feinsten bietet. Dabei überließ Eric Clapton seinem Freund JJ Cale für fünf Songs das Rampenlicht und begrüßte am Ende auch noch Robert Cray als Überraschungsgast für den Song „Crossroads“. Welch ein magischer Abend.

Anspieltipps:

  • Cocaine
  • Crossroads
  • Little wing
  • After midnight
  • Further on up the road
  • Anyway the wind blows
  • Got to get better in a little while
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