The Dead Daisies - Make Some Noise - Cover
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The Dead Daisies Make Some Noise


  • Label: Spitfire/SPV
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Band sprüht vor Spielfreude und liefert mit ihrer Erfahrung ein kurzweiliges Album. Hoffentlich hat diese Besetzung etwas mehr Konstanz als die Letzte.

Nach unzähligen Besetzungswechseln haben The Dead Daisies mit ihrem dritten Longplayer „Make Some Noise” nun hoffentlich ihre richtige Zusammenstellung gefunden. Nachdem Richard Fortus und Dizzy Reed bei der Teilreunion von Guns N‘ Roses mit von der Partie sind, ist nun Ex-Whitesnake-Klampfer Doug Aldrich neu dabei. Mit ihm kommt auch mehr Drive in die Angelegenheit. Im Zusammenspiel mit seinen ehemaligen Kollegen bei der weissen Schlange, Marco Mendoza am Bass und Brian Tichy an den Drums, gerät „Make Some Noise“ ausgefeilter, reifer und insgesamt auch härter als das zu Teilen etwas langwierige „Revolucion“ aus 2015.

Der Eröffnungsdreier kommt dann auch wie aus einem Guss daher. Lässiger Hardrock mit leichten Sleazeanleihen, ausgefeilten Gesangslinien von John Corabi, ehemaliger Kurzzeitsänger bei Mötley Crüe, und bestens aufeinander abgestimmten Gitarren von Aldrich und David Lowy. „Long Way To Go“, „We All Fall Down“ und „Song And A Prayer“ überzeugen auf ganzer Linie. Nach dem punkigen „Mainline“, wartet der Titelsong mit coolen Riffs auf, der Refrain und etwas platte Titel mindern den Spaß jedoch ein bisschen.

Mit dem CCR-Klassiker „Fortunate Son“ ertönt das erste Cover der Platte, das Zweite ist das eher unnötige „Join Together“ von The Who am Ende des Albums. Ersteres sprüht allerdings gerade so vor Spielfreude, dass diese Version vollends in Ordnung geht, wenn sie auch natürlich nicht das Original erreicht. Anschließend wird sich durch verschiedene Spielarten des Hardrock gewühlt, wenn auch nicht ganz so zwingend wie zu Beginn des Albums. Trotzdem machen „Last Time I Saw The Sun“ und „All The Same” mit Rock’n’Roll-Attitüde, das groovige „Mine All Mine“ oder das 80s-inspirierte „How Does It Feel“ Spaß. Nur „Freedom” und das schon erwähnte „Join Together” fallen etwas ab.

Ein gutes Album hat die Supergroup hier zusammengewürfelt. Corabis Stimme muss man mögen, Doug Aldrich sprüht, wie auch der Rest der Band, vor Spielfreude und auch die Kompositionen wissen zu überzeugen. Das Rad erfinden The Dead Daisies nicht neu, dafür liefern sie mit ihrer geballten Erfahrung mit „Make Some Noise“ ein modern klingendes Hardrockalbum, welches außerordentlich Spaß macht.

Anspieltipps:

  • Long Way To Go
  • We All Fall Down
  • Song And A Prayer
  • All The Same

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