The Verve - A Storm In Heaven (Deluxe Edition) - Cover
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The Verve A Storm In Heaven (Deluxe Edition)


  • Label: Virgin/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 200 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Üppig gestalteter Deluxe-Re-Release des ersten Studioalbums von The Verve.

„A Storm In Heaven“ ist das Debütalbum der britischen Band The Verve um Mastermind Richard Ashcroft. Es kam im Juni 1993 auf den Markt, nachdem The Verve im Dezember des Vorjahres bereits mit einer EP an die Tür des BritPop klopften, auf der sie einen äußerst eigenwilligen Sound zwischen Rock, Ambient und Pop kreiert hatten. Damit lieferten sie einen interessanten Gegenentwurf zu anderen BritPop-Bands wie Oasis, Blur oder auch Suede, die allesamt ungefähr zeitgleich an den Start gingen und das Genre über viele Jahre dominieren sollten. Doch The Verve waren anders.

Das zeigt schon das leicht psychedelisch angehauchte Cover ihres Longplay-Debüts, auf dem der brennende Namenszug der Band zu sehen ist (damals noch ohne „The“), der irgendwo in einer Felsenhöhle platziert wurde. In die Höhle dringen Sonnenstrahlen ein und es ist zumindest eine Person im gleißenden Sonnenlicht schemenhaft zu erkennen. Zu dieser symbolträchtigen Coverlandschaft passten die surrealen Texte Ashcrofts, die eine starke Symbiose mit dem ungewohnten Sound aus Art-Rock und BritPop eingingen und damit durchaus eine Inspiration für die Mitte der 90er Jahre gegründeten Kula Shaker gewesen sein könnte.

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Für eine Orgie aus Echos und viel Hall, schnitt „A Storm In Heaven“ für ein Debüt, das keine echte Hitsingle vorweisen konnte, kommerziell respektabel ab. So wurden im heimischen Großbritannien die Top 30 der Album-Charts geknackt, gekrönt von einer Gold-Auszeichnung. Man hat fürwahr schon schlechtere Debüts miterleben dürfen, als das von The Verve, das nun – zusammen mit dem Zweitwerk „A Northern Soul“ – als schicke Deluxe-Edition erneut auf den Markt kommt. Dazu wurde das Format einer großen DVD-Box aus stabilem Karton mit abnehmbarem Deckel gewählt, in der sich ein großformatiges Poster, vier überdimensionierte Postkarten mit den Konterfeis der Bandmitglieder, ein ausführliches, 48-seitiges Buch und natürlich Musik, viel Musik – verteilt auf drei CDs und eine DVD – befinden.

Für den The-Verve-Fan ist damit bereits im September Weihnachten. Denn neben dem remasterten Originalalbum (Disc 1) werden gleich 28 (!) Raritäten, Single-B-Seiten, EP-Tracks, Live-Stücke und bisher unveröffentlichte Songs angeliefert (Disc 2 und 3). Sich da durchzuhören, selbst wenn einige Stücke bestens bekannt sind, macht Freude, auch wenn dies für die digital erzogenen Teenager-Banausen von heute kaum nachvollziehbar ist. Sei’s drum. Abgerundet von einer Live-DVD mit einem Konzertmitschnitt vom 23. Oktober 1992 in der Camden Town Hall, ergibt sich mit der Deluxe-Version von „A Storm In Heaven“ ein schönes Sammlerstück mit massig Entdeckungspotenzial.

Anspieltipps:

  • Blue
  • Feel
  • Butterfly
  • South pacific
  • All in the mind
  • A man called sun
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