Airbourne - Breakin´ Outta Hell - Cover
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Airbourne Breakin´ Outta Hell


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

AC/DC hier, AC/DC da. Deren Landsmänner von Airbourne merken, dass das Ende der Legenden naht und erheben Anspruch auf die Thronfolge.

Die australischen Riffrocker von Airbourne melden sich mit ihrem vierten Album „Breakin’ Outta Hell“ zurück. Oft als reine AC/DC-Kopie verschrien, muss man den Jungs attestieren, dass sie eine schweißtreibende Live-Performance abliefern und bei den stampfenden Vierviertel-Taktern kein Nacken steif bleibt. Dazu kommen sie in puncto Authentizität extrem glaubwürdig rüber. Nachdem das letzte Album „Black Dog Barking“ auch Einflüsse von Mötley Crüe und auch Whitesnake zuließ, widmet man sich dieser Tage wieder hauptsächlich dem Riffrock der Landsmänner.

Der Sticker auf dem Album „No Ballads No Bullshit“ ist Programm, der Titelsong eröffnet das Album standardgemäß im Hochgeschwindigkeitsmodus und tönt noch etwas nach Sunset Strip. Fast der ganze Rest des Albums ist dann völlig dem schweißtreibenden Rock von AC/DC verschrieben. Ein ähnliches Tempo wie im Titelsong gibt den Takt in „Thin The Blood“ vor, das vor Rock’n’Roll-Referenzen in Riffs und Text strotzt. Auch die beiden Midtempo-Rocker „Get Back Up“, das mit ordentlich Wums daherkommt, und „I’m Going To Hell For This“, mit coolem Riffing in der Strophe, könnten Angus und Co. als Komponisten aufführen. Aber gerade am Songwriting haben die O’Keefe-Brüder gefeilt. Zwar kommt beispielsweise „Down On You“ daher, wie aus verschiedenen AC/DC-Riffs zusammengebaut, kann aber ebenso wie „I’ve Never Been Rocked Like This“ mit einem Pre-Chorus aufwarten, der den letzten Twist gibt.

Die zweite Vorabsingle „Rivalry“ entwickelt sich mit ihrem an Audioslaves „Cochise“ erinnernden Intro-Riff und cleverem, sich ergänzendem Riffing, ganz im Sinne der Young-Brüder, zum Hit des Albums. Und auch das textlich fast an Steel Panther erinnernde „Do Me Like You Do Yourself“ hat Hitcharakter. Große lyrische Ergüsse erwartet wohl niemand von Airbourne, daher kann man gut damit leben, dass es sich hauptsächlich um die einfachen Themen wie Alkohol, Frauen, Testosteron, verschiedenste Befriedigungen und nochmals Frauen dreht.

Noch ist es unklar, ob und wie es mit AC/DC, oder dem was von ihnen übrig geblieben ist, weiter geht. Airbourne besinnen sich daher auf ihre Wurzeln und verweisen andere, wenn auch ähnliche Einflüsse, wie auf dem letzten Album fast gänzlich in die Schranken. Bob Marlette hat das Album fett und mit sattem Sound produziert und das Songwriting kann mit einigen Finessen in Melodieführung und Zusammenspiel aufwarten, die Airbourne von anderen Riffrockern abheben. Somit bleiben sie die einzige Band, die als legitimer Nachfolger in die großen Fußstapfen treten sollte.

Anspieltipps:

  • Rivalry
  • I’m Going To Hell For This
  • Down On You
  • Do Me Like You Do Yourself

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