Olly Murs - 24 HRS - Cover
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Olly Murs 24 HRS


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 40 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„24 HRS“ ist ein Trennungsalbum. Das merkt der Hörer aber nur, wenn er es weiß.

Der ehemalige „The X Factor“-Teilnehmer Olly Murs (32) legt mit „24 HRS“ sein fünftes Studioalbum in gerade einmal sechs Jahren vor. Damit entspricht er den Spielregeln des modernen Pop-Biz auf fast perfekte Art und Weise. Doch auch eine Hitmaschine wie Olly Murs braucht mal eine Auszeit. Erst recht, wenn das Ende einer Beziehung verdaut muss und es zurück ins Singleleben geht. So ist es Olly Murs im vergangenen Jahr widerfahren und deshalb ist sein neues Album „24 HRS“ stark von der Liebeskummerphase geprägt, die ihn nach der, wie er sagt, in 24 Stunden vollzogenen Trennung im Griff hatte.

Wem es jetzt schon in Anbetracht des reinen Gedankens an ein Trennungsalbum graust, dem kann Entwarnung gegeben werden. Denn Olly Murs ist in erster Linie ein Sänger, der sein Publikum bedienen will. Da dieses vermutlich nicht auf ein verheultes Herz-Schmerz-Werk von dem 32-Jährigen gewartet hat, sind die Gedanken an seine Ex zwar in die Texte eingeflossen, musikalisch bleiben die meisten Songs aber von allzu großer Melancholie befreit. Vielmehr stellen Stücke wie „Years and years“, „Grow up“ oder auch „Back around“ allerbestes, gutgelauntes Hitfutter dar, mit denen Olly Murs seinem bisherigen Stil zu 100% treubleibt.

Aus künstlerischer Sicht ist Olly Murs‘ Umgang mit dem Trennungsthema sicher etwas schwach auf der Brust. Dass er es auf seine ureigene Art gelöst hat, sollte ihm aber nicht zum Vorwurf gemacht werden. Schließlich ist Olly Murs ein Teil der Major-Industrie, der funktionieren und abliefern muss. Das schraubt die Ansprüche automatisch runter und damit auch den Antrieb, „24 HRS“ zu verreißen. Denn blenden wir den ganzen Trennungskram aus, der sich als nette Geschichte zum Bewerben eines Albums ganz nett liest, bleibt nichts weiter als ein Popalbum übrig, wie sie pro Woche im Dutzend auf den Markt kommen.

Darauf befinden sich konsequenterweise kaum Balladen wie „Flaws“, sondern vielmehr luftige Dance-Tracks wie „Deeper“, „Read my mind“ und „Private“ sowie potenzielle Hitsingles wie „Love you more“ und die bereits genannten „Grow up“ und „Years and years“. Ein typischer Murs-Cocktail eben. Hat irgendjemand ernsthaft etwas anderes erwartet?!

Anspieltipps:

  • Grow up
  • Better than me
  • Love you more
  • Years and years
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