Madness - Can´t Touch Us Now - Cover
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Madness Can´t Touch Us Now


  • Label: Lucky 7 Records
  • Laufzeit: 59 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„Can’t Touch Us Now“ ist kein ärgerliches Album, mit dem Madness ihre Fans vergraulen. Die meisten Songs kommen eben nur nicht über einen soliden Status hinaus.

Zwischen 1976, dem Gründungsjahr, und 1986, dem Jahr der vorübergehenden, bis 1992 andauernden Auflösung, war die Londoner Band Madness der Inbegriff für feinsten Ska/Pop/Punk mit Einflüssen aus Reggae und Soul von der britischen Insel, der national wie international funktionierte. Nach der Reunion war das Interesse an Madness zwar nicht mehr so groß, doch zumindest im heimischen Groß Britannien hielten die Fans der Band weiterhin die Stange, die seitdem in unregelmäßigen Abständen neue Alben auf den Markt bringt.

Mit „Can’t Touch Us Now“ liegt nun das 12. Studioalbum von Madness vor, das wiederum von Stammproduzent Clive Langer an den Reglern betreut wurde. Eine gute und wichtige Voraussetzung, um auch anno 2016 den legendären „Nutty Sound“ bieten zu können, mit dem die Band nach wie vor auf Anhieb identifiziert werden kann. So fährt das Sextett all die musikalischen Markenzeichen auf, die die Fans von ihm verlangen: Das markante Saxofon in „Good times“, die groovenden Bässe in „Mr. Apples“, die schunkelnden Melodien in „Mumbo jumbo“ und dieser spezielle Dialekt in „I believe“.

Überhits wie „Baggy trousers“ oder auch „My girl“ gelingen den Briten dabei allerdings nicht, was ja auch kein zwingendes Muss ist. Gemessen an einer üppigen Spieldauer von einer knappen Stunde hätte es allerdings schon ein bisschen mehr sein dürfen, als nett dahinplätschernde Popmusik mit erhöhtem Nostalgiefaktor. Ein bisschen stärker hätten die Herren jedenfalls schon aus sich rausgehen können, nein, müssen, um zu verhindern, dass „Can’t Touch Us Now“ mit zunehmender Spielzeit wie ein zahnloses Alterswerk klingt, das kaum Kaufargumente liefert.

Bitte nicht falsch verstehen: „Can’t Touch Us Now“ ist kein ärgerliches Album, mit dem Madness ihre Fans vergraulen. Die meisten Songs kommen eben nur nicht über einen soliden Status hinaus, der aufhorchen ließe. So bleibt am Ende leider nur wenig von dem hängen, was Madness einst ausgezeichnet hat. Schade. Das können die „Jungs“ wirklich besser.

Anspieltipps:

  • Herbert
  • Mr. Apples
  • Good times
  • Don’t leave the past behind you
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