Pretenders - Alone - Cover
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Pretenders Alone


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Zusammen mit Dan Auerbach (The Black Keys) hat Chrissie Hynde die Pretenders reaktiviert und mit „Alone“ ein äußerst solides Album eingespielt.

Acht Jahre nach dem „Break Up The Concrete“-Album (09/2008) melden sich die Pretenders um Frontfrau Chrissie Hynde mit einer neuen Platte zurück. Auf diese mögen inzwischen nicht mehr viele gewartet haben, denn die Abstände zwischen den Pretenders-Werken sind einfach zu lang geworden, als dass sich 36 Jahre nach ihrem Debüt noch die Uhr nach neuen Longplayern der 1978 gegründeten britischen Band stellen lässt. Ein Merkmal am neuen Album „Alone“ lässt dann aber doch aufhorchen. Produziert hat nämlich kein Geringerer als Dan Auerbach (37) von den Black Keys, der in den vergangenen Jahren zu einem der gefragtesten Produzenten avanciert ist.

Was ursprünglich als Nachfolgewerk zu Chrissie Hyndes „Stockholm“-Album (06/2014) gedacht war, mutierte während des Entstehungsprozesses zu einem Pretenders-Werk. Chrissie Hynde macht dies am Stil und Sound der Songs fest. Doch in Anbetracht der beteiligten Musiker, die „Alone“ in Nashville einspielten, ist dieser Etikettentausch im Prinzip völlig überflüssig. Denn als echte Pretenders dürfen sich die Herren Dave Roe (Bass), Richard Swift (Drums), Leon Michels (Keyboards), Russ Pahl (Gitarre) und Kenny Vaughan (Gitarre) wohl kaum bezeichnen.

Aber sei’s drum. Wunderbar polternde Rocksongs wie „Alone“, „Gotta wait“ und mit Abstrichen „Chord lord“ hätten sich bestimmt auch unter dem Hynde-Solo-Banner verkaufen lassen. So aber pendelt sich die Messlatte gleich ein paar Nummern höher ein, ohne dass der Hörer jemals dem Gefühl ausgesetzt ist, dass die Pretenders die hohen Ansprüche nicht erfüllen könnten. Denn dazu arbeiten die Studiomusiker unter der Anleitung von Dan Auerbach, der auch das eine oder andere Riff beigesteuert hat, wie aus einem Guss und legen den Teppich für Chrissie Hyndes markante Stimme aus, die gerade bei atmosphärischen Kleinoden wie „Let’s get lost“, „Blue eyed sky“ und „I hate myself“ punkten kann.

So haben sich auf „Alone“ durchaus ein paar starke Songs versammelt, die in ihrer Gesamtheit zwar kein grandioses Album ausmachen, aber andeuten können, warum die Pretenders in den 80er Jahren mal der heißeste Scheiß waren und Chrissie Hynde bei den Jungs für feuchte Hosen sorgte.

Anspieltipps:

  • Alone
  • Gotta wait
  • I hate myself
  • Never be together
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