Helmet - Dead To The World - Cover
Große Ansicht

Helmet Dead To The World


  • Label: earMusic/EDEL
  • Laufzeit: 37 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Helmet melden sich mit ihrem achten Album „Dead To The World“ aggressiv und düster zurück.

Mit „Dead To The World“ bringen Helmet ihr erstes Album seit dem vor sechs Jahren erschienenen „Seeing Eye Dog“ heraus. Es stellt dabei das vierte Werk seit der Reunion im Jahr 2004 dar. Mastermind Page Hamilton fungierte derweil auch als alleiniger Produzent, weiß er doch mittlerweile, wie seine Band zu klingen hat.

Ohne großartiges Intro geht der Opener „Life Or Death“ dann auch direkt zur Sache, erschließt sich aber erst nach mehrmaligem Hören. Spätestens mit dem zweiten Song „I Love My Guru“ wird dann allerdings klar, wieviel Einfluss die 1989 gegründete Band auf spätere Bands hatte. Mit aggressivem Gesang und düsterem Riff erinnert der Song an eine Mischung aus Faith No More und den Stone Temple Pilots und wird zum ersten Highlight. Ohne Kompromisse geht es dann weiter, denn „all news is bad news“.

Das harte Riff und die experimentelle, industrielle Leadgitarre in „Red Scare“ zeigen dann, wie die New Yorker die NuMetal-Bewegung beeinflusst haben, auch wenn sie mit dieser Szene nicht in einen Topf geworfen werden wollen. Ein Vergleich, der Helmet nicht verärgern dürfte, ist der mit den Suicidal Tendencies, die im Titelsong und in „Expect The World“ durchscheinen. Etwas Punk-, Industrial- und Alternative-Rock dazugemischt, sind diese zwei Songs weitere Highlights.

Die aggressive, düstere und bedrohliche Grundstimmung behält „Dead To The World“ fast komplett bei, einzige Ausnahme bleibt das in seinen Hooks fast schon poppige „Green Shirt“. Hamiltons Texte versprühen eine beinahe hoffnungslose Untergangsstimmung mit Zeilen wie „die alone, honey, you don’t need them“ („Die Alone“) oder „I got nothing against you, but I don’t care“ („Drunk In The Morning“), wobei die Riffs in gerade diesen beiden Songs etwas uninspiriert daherkommen, in ihrer Eintönigkeit aber auch mit den Texten harmonieren. „Look Alive“ gerät mit seiner schleppenden Schwere nochmal zu einem Highlight, bevor „Life Or Death (Slow)“ das Album beschließt.

Der Name ist Programm. Düster, aggressiv, bedrohlich und hoffnungslos ist „Dead To The World“ geraten. An allen Ecken hört man heraus, wen Helmet im Laufe ihrer Karriere so alles beeinflusst haben, von Korn über Mastodon bis hin zu Faith No Mores und Mike Patton. Nicht das ganze Album ist ein Hit, dennoch sind die knapp 37 Minuten, wie im Flug vorbei, wenn auch nach dem ersten Durchlauf noch nicht viel hängen bleibt.

Anspieltipps:

  • Red
  • Dead To The World
  • Expect The World
  • Look Alive

Neue Kritiken im Genre „Rock“
5.5/10

Power Up
  • 2020    
4.5/10

Na Gut Dann Nicht
  • 2020    
Diskutiere über „Helmet“
comments powered by Disqus