Neal Morse - The Similitude Of A Dream - Cover
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Neal Morse The Similitude Of A Dream


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 105 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die in den Songs geschilderte Reise ist so intensiv, dass der Hörer selbst sich schnell als Teil dieser fühlt.

Egal, ob solo, mit Spock’s Beard, Transatlantic, Flying Colors oder der Neal Morse Band: Der 56-jährige kalifornische Multiinstrumentalist gehört seit über drei Jahrzehnten zum Inventar des Progressive-Rock und wird allgemein sehr geschätzt, auch wenn die Outputs seiner vielen Projekte von stark schwankender Qualität sind. Vielleicht wäre deshalb weniger einfach mehr. Denn es muss ja auch nicht jedes Jahr ein neues Werk auf den Markt kommen.

Vor allem dann nicht, wenn diese Ausmaße annehmen wie das jüngste Baby der Neal Morse Band. Dieses hat den Titel „The Similitude Of A Dream“ erhalten und ist ein reinrassiges Konzeptwerk, das sich über zwei CDs und mehr als 100 Minuten Spielzeit streckt. Es basiert auf dem Buch „Die Pilgerreise zur seligen Ewigkeit“ von John Bunyan aus dem Jahr 1678, das sich um die spirituelle Reise eines Mannes auf dem Weg zur Erlösung dreht.

Aufgenommen wurde das 23 Songs umfassende „The Similitude Of A Dream“ in der Besetzung Neal Morse (Gesang, Gitarre, Keyboards), Mike Portony (Drums, Gesang), Randy George (Bass), Bill Hubauer (Keyboards, Synthesizer) und Eric Gilette (Gitarre, Gesang) – und damit in einem der virtuosesten Line-ups, das sich Genre-Fans wünschen können. Das Gute daran: Die Neal Morse Band hält den Erwartungen stand und liefert mit dem vorliegenden Brocken einen Traum von einem Prog-Rock-Werk ab.

In den 23 Stücken dürfen sich sämtliche Musiker mit ihren Ideen mehr oder weniger gleichberechtigt austoben, ohne dass daraus eine Frickelorgie entstanden ist. Denn trotz aller Progressivität und Virtuosität stehen die Songs im Mittelpunkt und nicht das Ego der Musiker. Dadurch bezieht „The Similitude Of A Dream“ seine große Stärke: Wir hören Rockmusik und keinen vertonten Noten-Baukasten von irgendwelchen Musik-Hochschulabsolventen.

Ohne Niveau- und Qualitätsschwankungen navigiert die Neal Morse Band den Hörer durch ihr zweites Album in der aktuellen Besetzung und klingt dabei, als hätte es nie ein anderes Line-up gegeben. Dabei werden zwar einige musikalischen Stationen in der langen Karriere von Neal Morse zitiert, aber niemals stumpf bzw. ohne neue Ideen. Auf diese Weise lässt der Hörer gerne 100 Minuten Musik auf sich einprasseln. Denn die in den Songs geschilderte Reise ist so intensiv, dass er sich selbst schnell als Teil dieser fühlt.

Anspieltipps:

  • The mask
  • The dream
  • The battle
  • Draw the line
  • Breath of angels
  • The road called home
  • The man in the iron cage
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