Sarah Ferri - Displeasure - Cover
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Sarah Ferri Displeasure


  • Label: Jazzhaus Records
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf ihrem Zweitwerk erweitert die Italo-Belgierin ihre Genre-Erkundungen um ein paar zusätzliche Pfade.

Als die flämische Sängerin und Songschreiberin Sarah Ferri vor zwei Jahren ihr Debütalbum „Ferritales“ (09/2014) auf den Markt brachte, war sich die Presse einig, dass die Musikszene mit der Tochter eines Italieners und einer Belgierin um eine sehr interessante Künstlerin bereichert wurde, die sich abseits der gängigen Normen bewegt und musikalisch kaum in eine Schablone pressen lässt. Gespeist wurde dieser Genre-Mix aus Chanson, Bossa-Nova, Swing, Pop, Blues und einer etwas merkwürdigen Vorlieben für das Flair von Spaghetti-Western.

Auf ihrem Zweitwerk „Displeasure“ erweitert die Italo-Belgierin nun ihre Genre-Erkundungen um ein paar zusätzliche Pfade und präsentiert bittersüßen, von den 60er Jahren angehauchten Vintage-Pop à la Lana Del Rey („Displeasure“), Stevie Nicks („When the giants play poker“), Amy Winehouse („In my bunker“), Rumer („I’m tired of your game“) und Andrea Schroeder („God gave us a rainbow“). Dazu kommt die nach wie vor vorhandene Begeisterung für unterschiedliche Filmkomponisten wie Ennio Morricone („The moon“) und James Newton Howard („Old habits“), die hier und da in die Kompositionen eingeflossen ist.

All das mischte Sarah Ferri zu einem weniger bunten und übersprudelnden Album wie „Ferritales“ in Richtung eines gediegenen Stücks Kammer-Popmusik zusammen. Dabei setzte die aus Gent stammende Musikerin auf jede Menge Atmosphäre, die sich mal in düster-beklemmenden Endzeitliedern und dann wieder in opulent arrangierten Tracks mit Filmmusik-artigen Streichern und Chören zeigen. Damit öffnet Sarah Ferri ein Tor zu ihrem Geist und ihrer Seele, auch wenn ihr der Hörer dabei nicht immer zu 100% folgen kann.

Anspieltipps:

  • Displeasure
  • In my bunker
  • I’m tired of your game
  • God gave us a rainbow
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