The Doors - London Fog 1966 - Cover
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The Doors London Fog 1966


  • Label: Rhino/WEA
  • Laufzeit: 32 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Dies ist der Auftakt zum 50-jährigen Doors-Jubiläum, das eigentlich erst im nächsten Jahr dran ist.

Das nächste Jahr wird für Doors-Fans bestimmt lustig. Denn 2017 feiert die legendäre Band, von der nur noch Drummer John Densmore (72) und Gitarrist Robbie Krieger (70) am Leben sind, ihr 50-jähriges Jubiläum. Und obwohl die Band-Archive eigentlich leer sein dürften und sämtliche Studioalben mehrfach neu überarbeitet auf den Markt geworfen wurden, werden sich die Strippenzieher unter Garantie etwas einfallen lassen, womit sie den zahlreichen Doors-Fans das Geld aus der Tasche ziehen können.

Los geht der Spaß bereits in diesem Jahr. Denn pünktlich eine Woche vor Weihnachten wird mit dem auf 18.000 Exemplare limitierten Box-Set „London Fog 1966“ der Hype-Button gedrückt. Dieses enthält die frühesten bekannten, in einem Nachtclub auf dem Sunset Strip aufgenommenen Live-Songs der Doors. Insgesamt sind es sieben Tracks, was in der Summe etwas flach auf der Brust ist, die in einer liebevoll gestalteten Papp-Box im Vintage-Look daherkommen. Die Tracks gibt es sowohl auf CD als auch auf einer 10 Inch Vinyl-Schallplatte. Dazu kommt der übliche Nippes, mit dem stattliche Preis von 50 Dollar begründet werden soll, sprich: Fotos, Poster, Bierdeckel und eine handgeschriebene Setlist.

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Von den sieben Songs sind fünf Coverversionen. Für eine Band, die zum Zeitpunkt des Live-Mitschnitts noch gar kein Album auf dem Markt hatte, ist das völlig okay. Die Rolling Stones haben schließlich auch nicht anders angefangen. Das Kuriose: Die beiden eigenen Tracks stammen nicht etwa von dem im Januar 1967 veröffentlichten Debüt, sondern vom zweiten („Strange days“) bzw. fünften The-Doors-Album („You make me real“). Das macht „London Fog 1966“ tatsächlich zu einer Fundgrube für den Fan.

Das auf einer Viertelzoll Bandmaschine mitgeschnittene Set watet knietief im Blues und huldigt mit Stücken wie „Rock me“, „I‘m your hoochie coochie man“ oder auch „Baby, please don’t go“ Blues-Legenden wie Muddy Waters, Albert Collins, Willie Dixon und Joe Williams. Die Klangqualität ist dabei auf einem guten Niveau, wenn man bedenkt, dass es sich um keine professionelle Soundboard-Aufnahme handelt, wie man es heute kennt, die ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel hat.

Fazit: Die Doors gaben als blutjunge Band eine beherzte Vorstellung als Hausband des London Fog ab und polterten mit viel Schmackes und Verve durch ein kurzes Set, das in seiner puristischen Form einfach Spaß macht und die Grundlage für eine spätere Welt-Karriere lieferte.

Anspieltipps:

  • Strange days
  • Baby, please don’t go
  • I’m your hoochie coochie man
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