John Legend - Darkness And Light - Cover
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John Legend Darkness And Light


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Das fünfte Studioalbum des Amerikaners bietet routinierten R&B und Soul ohne Aufreger.

Drei Jahre nach „Love In The Future“ (08/2013), seinem, wenn man so will, HipHop-Album, meldet sich US-Soul- und R&B-Star John Legend (37) mit seinem mittlerweile fünften Studioalbum zurück. Darauf wollte er ein wenig experimentieren, wie im Vorfeld zu hören war. Doch schon die ersten Klänge machen deutlich, dass John Legend im Großen und Ganzen seinem angestammten Metier treugeblieben ist.

So gibt es im Opener „I know better“ Legends Stimme erst einmal pur, nur von Piano, Orgel und Keyboard begleitet, während entfernt ein paar dezente Bässe und Gitarren zu hören sind. Diese Reduzierte mag neu erscheinen, gehört aber zu den klassischen Repertoire-Kniffen des Amerikaners, der heuer auch ein paar betont schwülstige Funk-Grooves verbaut hat. So erinnern der Titeltrack und allen voran „Penthouse floor“ stark an dem in diesem Jahr verstorbenen Prince.

Doch bevor es zu sehr in Richtung Old School geht, lässt sich John Legend lieber auf poppige Bahnen lenken („Love me now“), als wäre er um drei Ecken mit dem britischen Leichtgewicht Olly Murs verwandt. Ist er natürlich nicht. Und so erwarten uns immer wieder ein paar echte Lichtblicke wie die atmosphärisch knisternden Stücke „I know better“, „Surefire“ und „Right by you“, in dem Jazz-Saxofonist Kamasi Washington einen kleinen Part hat.

Fazit: Zusammen mit seinen handverlesenen Gästen, zu denen neben Herrn Washington auch Miguel, Chance The Rapper, John Ryan sowie Blake Mills und Brittany Howard (Alabama Shakes) gehören, legt John Legend ein solides und routiniertes Werk vor, das vor allem durch seine atmosphärische Geschlossenheit und nicht durch eine eventuell erwartete Hitdichte punktet. Dass so etwas funktionieren kann, zeigt „Darkness And Light“ sehr anschaulich.

Anspieltipps:

  • Surefire
  • How can I blame you
  • Temporarily painless
  • Right by you (for Luna)
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