Post Malone - Stoney - Cover
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Post Malone Stoney


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 68 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Post Malone pendelt zwischen HipHop und R&B. Dabei sind seine Songs so sehr im Durchschnitt angesiedelt, dass sein Debütalbum keine nachhaltige Wirkung erzielt.

Traditionell werden in den USA ganz spät im Dezember noch einmal ein paar amtliche HipHop/Rap-Granaten unters Volk gebracht, damit während der Feiertage nicht nur Weihnachtslieder gehört werden. Eine dieser hochgehandelten Veröffentlichungen ist das Debütalbum des jungen Rappers Austin Richard Post alias Post Malone (21). Dieser ist bereits am Anfang seiner Karriere mit einem Majorvertrag ausgestattet, sodass sich der 21-Jährige keine Sorgen um Produktionsbudgets und das Fehlen zugkräftiger Feature-Gäste machen muss. Der Aufbau des Newcomers erfolgte bisher relativ behutsam und brachte das Mixtape „August 26th“ (05/2016) sowie einige Singles wie „White iversion“ und „Go flex“ hervor.

Die kommerzielle Performance war bis dato recht vielversprechend, gilt allerdings noch als ausbaufähig. Denn ein viraler Hit ist irgendwie nur die halbe Wahrheit. Also muss „Stoney“ nun beweisen, dass Post Malone eine Relevanz als Rapper besitzt und dass sich seine Musik von der typischen Genre-Stangenware unterscheidet. Idealerweise hat der Wahl-Kalifornier auch in seinen Texten etwas Mitteilenswertes zu bieten und wenn wir schon dabei sind, auch eine Produktion am Start, die uns nicht wie Déjà Vu vorkommt.

Apropos „Déjà Vu“. Einer der „Stoney“-Songs hört auf diesen Titel und featured einen gewissen Justin Bieber als Duett-Partner. Der Track kommt leider total verschlafen rüber und auch das Bieberle kann hier nichts reißen. Doch genau dieser Stil scheint das Credo von Post Malone zu sein: Die Beats tröpfeln im Verbund mit einer Mischung aus R&B- und Soul-Elementen aus den Boxen („White iverson“), während Post Malone inhaltsleere Phrasen von sich gibt („Broken whiskey glass“). Dabei rutscht das Beat-Barometer ein paar Mal ganz angenehm in den Keller („Cold“, „Go flex“), allerdings ohne eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.

In dieser Art und Weise schleicht sich „Stoney“ in der Deluxe-Version mit 18 Tracks und fast 70 Minuten Spielzeit ganz brav und ohne Aufreger dem Ende entgegen. Dass Post Malone dabei auf die üblichen HipHop-Formeln verzichtet und dem R&B deutlich nähersteht, ist mehr oder weniger egal. Denn unterm Strich sind seine Songs so sehr im Durchschnitt angesiedelt, dass dies eh niemanden interessieren wird.

Anspieltipps:

  • Cold
  • Go flex
  • Patient
  • Big lie
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