Uli Jon Roth - Tokyo Tapes Revisited: Live In Japan - Cover
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Uli Jon Roth Tokyo Tapes Revisited: Live In Japan


  • Label: UDR/WEA
  • Laufzeit: 264 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
3.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn jemand das Recht hat, ein Live-Album „Tokyo Tapes“ zu nennen, dann der Ex-Gitarrist der Scorpions.

Im vergangenen Jahr lieferte Uli Jon Roth als ehemaliger Gitarrist der Scorpions mit dem Longplayer „Scorpions Revisited“ (02/2015) Neueinspielungen diverser Song-Klassiker der Hannoveraner Hardrocker ab. Das Recht dazu hat er, schließlich war Roth maßgeblich an der Entstehung der geschichtsträchtigen Studioalben „Fly To The Rainbow“ (11/1974), „In Trance“ (09/1975), „Virgin Killer“ (11/1976) und „Taken By Force“ (12/1977) beteiligt sowie auf dem Doppel-Live-Album „Tokyo Tapes“ (08/1978) zu hören.

Jetzt spinnt Uli Jon Roth (62) den Faden weiter und veröffentlicht einen Live-Mitschnitt seiner letztjährigen Tournee. Aufgenommen wurde dieser am 20.02.2015 in der Nakano Sun Plaza Hall in Tokyo, Japan und damit genau am gleich Ort, wie damals das „Tokyo Tapes“-Album der Scorpions. Begleitet wurde der gebürtige Düsseldorfer dabei von der Band, die auch das „Scorpions Revisited“-Album eingespielt hat, bestehend aus Nathan James (Gesang), Jamie Little (Drums), Ule W. Ritgen (Bass), Niklas Turmann (Gitarre), David Klosinski (Gitarre) und Corvin Bahn (Keyboards).

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Wie es heutzutage üblich ist, erscheint Uli Jon Roths „Tokyo Tapes Revisited“ in vielen unterschiedlichen Konfigurationen. So darf der geneigte Konsument u.a. wählen, ob er das Doppelalbum lieber um eine Blu-ray oder um eine DVD ergänzt haben möchte oder nicht gleich zu der auf 800 Einheiten limitierten Super-Deluxe-Box greift, die mit vier Vinyl-LPs, 80-seitigem Hardcover Fotobuch, einem Schlüsselanhänger und sage und schreibe acht Silberlingen plus Echtheitszertifikat daherkommt. Dabei handelt es sich zwei Blu-rays und sechs Audio-CDs, auf denen u.a. die Konzerte in Osaka und Nagoya von der gleichen Japan-Tour enthalten sind.

Für die Fans der frühen Scorpions-Alben ist die „Tokyo Tapes Revisited“-Box, egal in welchem Umfang, ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk und eine Zeitreise in die 70er Jahre. Mit 19 Songs (davon mit „All along the watchtower“ von Bob Dylan und „Little wing“ von Jimi Hendrix zwei Coverversionen) und mehr als zwei Stunden Spielzeit, in denen Uli Jon Roth zwischen den Stücken die eine oder andere Anekdote aus seiner Scorpions-Zeit zum Besten gibt, ist „Tokyo Tapes Revisited“ eine Rundumbedienung zwischen Progressive und Hardrock, die ihr Geld wert ist.

Neben Uli Roths Gitarrenspiel fällt dabei, wie schon auf dem „Scorpions Revisited“-Album, besonders Sänger Nathan James auf, der mit seinem kraftvollen und gleichzeitig akzentuierten Organ für amtlichen Druck sorgt. Die Stimme Klaus Meines ist dagegen inzwischen schon ziemlich dünn geworden. Haut sich dagegen Nathan James so richtig rein, stellen sich die Nackenhaare auf und ein seliges Grinsen wandert in das Gesicht des Hörers.

Anspieltipps:

  • In trance
  • Little wing
  • Virgin killer
  • Longing for fire
  • We’ll burn the sky
  • All along the watchtower
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