Def Leppard - And There Will Be A Next Time... Live In Detroit - Cover
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Def Leppard And There Will Be A Next Time... Live In Detroit


  • Label: earMusic/EDEL
  • Laufzeit: 112 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
8.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach einer Live-Aufnahme klingt „And There Will Be A Next Time“ nicht. Keine Überraschungen, zu glattgebügelt und nachbearbeitet, um zu überzeugen.

Von Sänger Joe Elliott großspurig als erste richtige filmische Liveaufnahme seit 1988 angekündigt, mit Ausnahme von „Viva! Hysteria“ aus dem Jahr 2013, erscheint nun das am 17. Juli 2015 in Detroit aufgenommene „And ThereWill Be A Next Time... Live From Detroit“. Zwar hat der Frontmann prinzipiell recht, trotzdem ist es die dritte Live-Veröffentlichung in den letzten sechs Jahren.

Zwar sind auf der neuen Veröffentlichung mit „Let’s Go“, „Dangerous“ und „Man Enough“ immerhin drei Songs vom selbstbetitelten letzten Album „Def Leppard“ auszumachen, die restlichen Songs des Sets finden sich allerdings entweder auf der schon erwähnten Live-Huldigung ihres Albums „Hysteria“ oder auf dem 2011 erschienenen „Mirrorball: Live & More“. Zum größten Teil finden sie sich auf beiden Longplayern. Neben den neuen Songs, von denen sich vor allem „Dangerous“ nahtlos in die Klassiker einreiht, gibt es also eine mit Kür der ganz großen Hits, vornehmlich aus den 80er-Jahren.

Mit „Foolin‘“, „Rock Of Ages“ und natürlich „Photograph“ vom 1984er Release „Pyromania“ und mit „Rocket“, „Animal“, „Love Bites“, „Armageddon It“, „Hysteria“ und der Stripclubhymne „Pour Some Sugar On Me“ gibt es gleich erneut sechs Nummern von „Hysteria“. Immerhin finden sich mit „Bringin On The Heartbreak“, „Switch 625“ und „Let It Go“, das im Gegensatz zum eher lahmen „Let’s Go“ den besseren Opener abgegeben hätte, drei Songs vom zu Unrecht nicht ganz so erfolgreichen „High’n’Dry“. Allerdings gehen Def Leppard auch hier auf Nummer sicher, findet man diese Songs doch schon seit Jahren auf der Setlist. Überraschungen sind also nicht auszumachen. Schade, denn mit einem solchen Backkatalog hätte man durchaus den einen oder anderen Kracher aus dem Hut zaubern können.

Dass nichts wirklich überraschend ist, liegt auch am unglaublich glatten Sound und Bild der Produktion. Ein Schelm, wer Böses denkt. Wirklich live klingen die ganzen Aufnahmen nicht. Einzig Joe Elliott hört man an, dass er keine 30, geschweige denn 20, mehr ist. Trotzdem macht er seine Sache mehr als ordentlich. Chöre, Gitarren und Gesamtsound wirken allerdings so glatt durchchoreographiert oder nachbearbeitet, dass jegliches Live-Feeling abhandenkommt. Das Publikum kommt auch eher stocksteif daher, wodurch die Frage einer Anschaffung eigentlich geklärt ist. Da legt man sich lieber die alten Platten auf, hat Geld gespart und den gleichen Effekt.

Anspieltipps:

  • Let It Go
  • Dangerous
  • Switch 625
  • Rock Of Ages

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