Accept - Restless And Live - Cover
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Accept Restless And Live


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 145 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
8.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die erste Live-Platte der neuen Accept-Inkarnation. Klassiker und neue Songs stehen gleichberechtigt nebeneinander.

Seit 2009 und drei Studioalben ist die Reinkarnation von Accept um Gitarrst Wolf Hoffmann und Sänger Mark Tornillo schon unterwegs. Da ist es längst an der Zeit, ein Livealbum zu veröffentlichen. Das letzte Studioalbum „Blind Rage erreichte Platz 1 der deutschen Albumcharts und eine neue Songsammlung ist schon in der Pipeline. Auch ohne Udo Dirkschneider haben sich Accept wieder eine treue Fanschar erspielt.

So ist „Restless And Live“ nicht nur mit alten Bandklassikern gespickt, auch ganze neun Songs von den letzten drei Alben „Blood Of The Nations“, „Stalingrad“ und „Blind Rage“ gehören zum Live-Repertoire. Die neuen Songs „Stampede“ und „Stalingrad“ eröffnen standesgemäß, jedoch lassen erst „London Leatherboys“ und „Living For Tonite“ größere Gefühle aufkommen. Trotzdem fallen neuere Songs wie „Dying Breed“ oder „From Ashes We Rise“ keineswegs ab. Gerade letzteres entwickelt sich mit seinem lässigen Groove zu einem Highlight.

Stampfender Rock und Metal ist Programm, die Band ist bestens eingespielt. „Midnight Mover“ oder „Restless And Wild“ gewinnen gar an Intensität, wenn auch nicht die Unbekümmertheit des Originals erreicht wird. Cool auch die Klassik-Einspieler in „Metal Heart“. Mark Tornillo macht seine Sache bestens und klingt wahrscheinlich besser als Dirkschneider, die Studioversion von „Fast As A Shark“ ist allerdings nicht zu toppen. Die Hymne „Balls To The Wall“ wird auf beinahe acht Minuten aufgebläht, gerät aber auch wegen des bestens aufgelegten und singfreudigen Publikums, in diesem Fall in St. Petersburg, keineswegs langatmig.

Klanglich muss man hier keine Abstriche machen. Ein gutes Livealbum mit gut aufgelegter Band und astreiner Aufnahmequalität. Aufgenommen in St. Petersburg, Moskau, Krakau, Jekaterinburg, Sofia, Grenoble, Minsk, Pratteln und in heimischen Gefilden wie Saarbrücken, Berlin und Hannover, merkt man keinen klanglichen Unterschied bei den Venues. Allerdings ist vom Livefeeling nicht allzu viel zu spüren. Publikum hört man nur jeweils am Anfang und Ende jedes Tracks und bei eventuellen Mitsingaktionen. Trotzdem eine tolle Werkschau, die jeden Fan und auch Neueinsteiger glücklich machen dürfte.

Anspieltipps:

  • London Leatherboys
  • From Ashes We Rise
  • Metal Heart
  • Balls To The Wall

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