VDELLI - Out Of The Sun - Cover
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VDELLI Out Of The Sun


  • Label: Jazzhaus Records
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mehr Stoner- und Hardrock-Anleihen, aber trotzdem noch im Blues verwurzelt. Vdelli gehen weiter ihren Weg. Und das mit Recht.

Nur anderthalb Jahre nach dem großartigen „Higher“ legen Vdelli mit „Out Of The Sun“ den nächsten Longplayer vor. Dies verwundert umso mehr, vergegenwärtigt man sich, was sich in dieser Zeit alles in der Band getan hat. Neben unzähligen Auftritten und der Gründung des akustischen Nebenprojektes „The Heavy Hitters“, sind es vor allem der Umzug der Australier nach Hamburg und der damit verbundene Wechsel am Schlagzeug, die am meisten ins Gewicht fallen, aber der Band auch allerlei Stoff für neues Material lieferten.

Der langjährige Drummer Ric Whittle wollte seine Heimat nicht verlassen, für ihn ist nun der deutsche Drummer Hanser Schüler mit dabei und er macht seine Sache mehr als gut. Mit ihm finden sich allerdings auch noch mehr Heavy-Rock- und Stoner-Anleihen als auf dem Vorgänger in der Musik Vdellis wieder, was der Opener „Get Up, Get On It“ direkt bestätigt. Nach dem in den Strophen an Alternativerock der Marke Foo Fighters erinnernden und im Refrain mit Heavy-Blues-Riffs à la Clutch aufwartenden Titelsong, gerät „The Things That I Do“ mit funky Riff und grooviger Rhythmussektion zu einer regelrechten Partynummer.

Daraufhin folgt der bluesige Teil des Albums. Hart rockend, aber ohne die Wurzeln der Band zu verleugnen, kommt „Looking For A Lifeline“ daher. Ebenso das grungige, mit dynamischem Pre-Chorus verzierte „Newtown“, welches geradeheraus auf die Zwölf zusteuert. Mit gospelinspiriertem Intro und amüsantem Text groovt „Noel Burnt The Kitchen Down“, während das starke „It’s Not Always About You“ Michael Vdellis Vielseitigkeit zeigt. Fuzzige Riffs und auch das Solo mit Slidegitarre lassen vom Mississippi-Delta träumen. Im hinteren Drittel liegt der Fokus wieder deutlich mehr auf Hardrock. Mal stadiontauglich („Addicted To Everything“), mit deutlichen Queens Of The Stone Age-Anleihen („Rock Out“, bei dem Bassist Leigh Miller sein ordentliches Leadgesang-Debüt gibt), oder grungig („High Ground Made“).

Die Hitdichte auf „Out Of The Sun“ ist nicht so hoch wie bei den Vorgängern „Higher“ oder „Never Going Back. Trotzdessen ist der Band ein weiteres hochkarätiges Album gelungen, das vor allem Spaß macht und danach schreit, live gespielt zu werden. Zwar wird der Bluesanteil immer weniger, aber gerade die Mixtur mit Stoner-, Grunge- oder einfach Heavy-Rock-Anleihen macht den Reiz dieser Band aus.

Anspieltipps:

  • Out Of The Sun
  • Noel Burnt The Kitchen Down
  • It’s Not Always About You
  • Newtown
  • Addicted To Everything

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