Train - A Girl A Bottle A Boat - Cover
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Train A Girl A Bottle A Boat


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 37 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
8.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein guter Song von elf ist eindeutig zu wenig für ein Album, das ernstgenommen werden möchte.

Nachdem Train zuletzt mit einer Weihnachts-CD und einem Cover-Album zwei Longplayer außerhalb der Regel auf den Markt gebracht hatten, die auch nicht auf ihrem Stammlabel Columbia Records erschienen, ist die Band um Mastermind Pat Monahan (47) nun wieder mit einem regulären Longplayer am Start. Dieser wurde auf den Bandwurmtitel „A Girl A Bottle A Boat“ getauft, der das inzwischen elfte Train-Album darstellt und nebenbei das erste ohne Lead-Gitarrist und Gründungsmitglied Jimmy Stafford ist.

Auf das Bandgefüge mag dieser Ausstieg eine Wirkung haben, nicht aber auf die Songs, die in gewohnter Manier mit großer externer Unterstützung von Songwritern wie u.a. Eg White, Greg Kurstin, Butch Walker, Matraca Berg und Espen Lind entstanden sind. Ein eingespieltes Team, das schon auf den letzten drei Train-Alben in Erscheinung trat und für Top-Hits wie „Hey, soul sister“, „Drive by“ oder auch „Angel in blue jeans“ verantwortlich ist.

Für mindestens einen Radiohit sollte diese Songschreiber-Armada wie gewohnt immer gut sein. Doch sobald sich das schablonenhafte Songwriting über die Länge eines ganzen Albums streckt, wird es problematisch. Denn auch wenn sich „A Girl A Bottle A Boat“ lediglich über 37 Minuten Spielzeit hinzieht, verursacht der zuckersüße Rummelplatz-Pop in Songs wie „Play that song“ oder auch „The news“ auf Dauer Karies im Ohr. Eine Chance, dem zu entkommen besteht leider nicht. Denn Train anno 2017 sind noch poppiger und schmieriger unterwegs, als aus der Vergangenheit bekannt.

Train und Co. agieren auf diesem Longplayer nur noch stumpf in Richtung klebriger Hooklines („Working girl“, „Valentine“), die sich mit den banalsten musikalischen Mitteln ins Gedächtnis des Hörers fräsen sollen („Silver dollar“, „Loverman“). Nur einmal, beim finalen Song „You better believe“, hat der Hörer den Eindruck, dass sich die Songwriter etwas mehr Mühe gegeben haben, um aus dem stupiden Party-Modus auszubrechen. Dass dies zu diesem Zeitpunkt längst zu spät ist, um das Album vor dem totalen Absturz zu retten, ist dann auch irgendwie egal.

Anspieltipps:

  • Valentine
  • Loverman
  • Working girl
  • You better believe
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