Danko Jones - Wild Cat - Cover
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Danko Jones Wild Cat


  • Label: AFM Records
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Danko Jones liefern mit mehr Hard-, denn Punkrockanleihen ein typisches Album, das Fans nicht enttäuschen wird.

Danko Jones scheint ein pünktlicher Mensch zu sein. Anders lässt es sich nicht erklären, dass die Alben der Mannen um den charismatischen Frontmann seit geraumer Zeit, mit einer Ausnahme, im Zwei-Jahres-Takt erscheinen. Nun ist es mit „Wild Cat“ also wieder so weit, fast genau zwei Jahre nach dem eher punkrocklastigen „Fire Music“. Erneut produziert von Eric Ratz, der schon mit Bands wie Billy Talent oder Monster Truck gearbeitet hat, ist „Wild Cat“ das zweite Album mit Drummer Rich Knox, der das Spinal Tap-artige Karussel auf diesem Posten hoffentlich stoppen wird.

„I Gotta Rock“ heisst der Opener und der Name ist Programm. Schon nach dem zweiten Durchlauf besitzt dieser simple, aber effektive Knaller mit fetten Riffs und dynamischem Schlagzeug Hitcharakter. Die Vorabsingle „My Little RnR“ ist dann typisch Danko Jones. Einerseits. Andererseits könnte man auch behaupten es sei ein Remake etlicher anderer Songs des Kanadiers. Dieses Riff hat man auf jeden Fall schon mal gehört. Eigentlich aber auch egal, den alleine die Cowbell in der Strophe lässt den Hörer mit einem Grinsen im Gesicht, einem nickenden Kopf und einem ordentlichen Bierdurst zurück.

Musikalisch geht „Wild Cat“ wieder mehr in Richtung des Hardrock der Siebziger Jahre und dem Sound von „We Sweat Blood“. Im Feelgood-Song „You Are My Woman“ tönt es nach Thin Lizzy, der Titelsong als eine eine Mischung aus Garage-Rock und frühen Aerosmith, „She Likes It“ kann gar mit einem Van Halen-Intro aufwarten, während „Let’s Start Dancing“ Dankos typischen (schnellen) Sprechgesang mit einem Motörhead-Riff verbindet. „Do This Every Night“ überzeugt als modernere Varinate des schon erwähnten „We Sweat Blood“-Materials, wohingegen das ebenfalls an frühere Songs erinnernde „Success In Bed“ leider komplett als Ausfall durchgeht.

In vielen Songs sind Elemente die komplett überzeugen, dann aber durch einen beliebigen Part egalisiert werden. „Going Out Tonight“ mit düsterer Strophe, aber doofen „Ohehoheh“-Chören, „Diamond Lady“ mit melodischen Refrain, aber austauschbarem Rest. Schade, aber im Prinzip ist es wie mit fast jedem Danko Jones-Album. Einige Hits, einige durchschnittliche Songs, aber auch nur ein oder zwei Ausfälle. Fans können bedenkenlos zugreifen.

Anspieltipps:

  • I Gotta Rock
  • You Are My Woman
  • Do This Every Night
  • She Likes It

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