The Naked And Famous - Simple Forms - Cover
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The Naked And Famous Simple Forms


  • Label: Somewhat Damaged/Rough Trade
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Anstatt der Bandauflösung gibt es ein neues Album der Neuseeländer, das sich durchaus hören lassen kann.

Die Neuseeländischen Elektro-Popper The Naked And Famous – Thomas Powers (Gesang, Gitarre), Alisa Xayalith (Gesang), Aaron Short (Programmierung), Jesse Wood (Drums) und David Beadle (Bass) – legen mit „Simple Forms“ im zehnten Jahr ihres Bestehens ihr drittes Studioalbum vor. Wobei, so ganz stimmt das nicht. Denn das Werk wurde in einigen Teilen der Welt bereits im Oktober 2016 auf den Markt gebracht, allerdings ohne an die Erfolge der beiden Vorgänger anknüpfen zu können.

Selbst im heimischen Neuseeland wurden die Top 10 der Album-Charts deutlich verfehlt. Und die Singleauskopplungen liefen auch nicht wirklich prickelnd. Nun ja, sei’s drum. Die Band gilt trotz zwischenzeitlichem Major-Vertrieb weiterhin als Indie-Kapelle, bei der schnöde Verkaufszahlen nicht an erster Stelle stehen, zumal die Rückkehr von The Naked And Famous nach der berühmten Auszeit auf unbestimmte Zeit gar nicht mal sicher war. Doch im Laufe des Jahres 2015 kam wieder Leben in die Band, die ihre Heimat in die USA, nach Los Angeles verlegt hat und dort auch das „Simple Forms“-Album aufnahm.

Warum „Simple Forms“ kommerziell nicht so recht funktionierte, ist seltsam. Denn The Naked And Famous legen auf diesem Werk eine noch stärkere Wendung in Richtung Mainstream („Higher“), Bombast („The runners“) und Effekte („Falling“) an den Tag, als in der Vergangenheit. Dabei überspannen die Neuseeländer allerdings nicht, wie zu befürchten war, den Bogen, sondern agieren immer auf der Kante zwischen eingängiger Popmusik und ambitionierten Sounds und Rhythmen. Aus dieser Symbiose springen am Ende vier, fünf gute bis sehr gute Tracks heraus, aber leider auch etwas Leerlauf, was eventuell ein bisschen Erklärung dafür ist, warum „Simple Forms“ in der Gunst des Publikums kein Durchstarter geworden ist.

Anspieltipps:

  • Higher
  • Laid low
  • The runners
  • The water beneath you
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