Body Count - Bloodlust - Cover
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Body Count Bloodlust


  • Label: Century Media/Sony Music
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Rapper Ice-T ist in diesen Zeiten wieder mal besonders geladen.

1990 von Ice-T und Lead-Gitarrist Ernie C gegründet, gelten Body Count, schnell als Vorreiter des sogenannten Rap-Metal oder gar des New Metal. Dabei war es das Interesse am Heavy Metal, die zur Gründung der Band führten. Mit „Bloodlust“ erscheint dieser Tage das sechste Album der Truppe, die sich einige namhafte Verstärkung mit an Bord geholt hat.

Aggressiv und wütend wie eh und je beginnt „Civil War“ und klingt erstaunlich deutlich nach Megadeth. Und siehe da, deren Boss Dave Mustaine greift in die Saiten. Ice-T findet eine Menge Themen, die ihn zur Weißglut treiben. Zeilen wie „They’re pushing the line, racism is high, the country is divided, you know the fuck why” oder „our leaders are evil, lie after lie, the public is armed and ready to die” zeichnen ein düsteres Bild der Gesellschaft. Das an Anthrax erinnernde „The Ski Mask Way” beschreibt den Weg zur Kriminalität, das schleppende, aber hitverdächtige, „This Is Why We Ride“ die Umstände in den entsprechenden Vororten.

Max Cavalera gibt sich im brachial-aggressiven „All Love Is Lost“ die Ehre, bevor Ice-T vor dem Slayer-Cover „Raining In Blood“, in dem er einen guten Tom Araya abgibt, die Entstehung der Band erklärt. Der letzte Gast ist Randy Blythe auf „Walk With Me“ und auch hier stellt sich die Frage, wie dieser Kerl so bekannt werden konnte. „Here I Go Again“ tönt deutlich nach Black Sabbath, während „Black Hoodie“ wieder schneller zur Sache geht und Vorurteile der Polizei anprangert.

„No Lives Matter“ erklärt die Umstände zur Kontroverse um Black Lives Matter beziehungsweise All Lives Matter. „You never see them pulling rich people out of their cars in their neighborhood, because they know they got lawyers” erklärt Ice-T zynisch über hartem Thrash-Metal-Sound. Mit dem Titelsong erklärt die Band die Historie von Mord und Totschlag in der Geschichte der Menschheit.

Leider, muss man wohl sagen, gibt es so viel, worüber Body Count schreiben können. Es passiert viel überall auf der Welt und Ice-T kommentiert, beschreibt oder prangert an. Harte Riffs und Drums unterstreichen die Wut und den Zorn wahrscheinlich besser, als es irgendein lässiger Beat oder Sample es könnten. Nichts für jede Stimmung, trotzdem ist „Bloodlust“ ein mehr als solides Album.

Anspieltipps:

  • Civil War
  • This Is Why We Ride
  • Black Hoodie

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