Ayreon - The Source - Cover
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Ayreon The Source


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 89 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Arjen Lucassen meldet sich mit „The Source“ wie gewohnt zurück. Eine Prog-Metal-Oper mit vielen Gaststars.

Nach dem 2008 erschienenen „01011001” überlegte Arjen Lucassen eigentlich schon das Projekt Ayreon zu Grabe zu tragen. Avantasia bediente die Klientel weitaus erfolgreicher, wenn auch Ayreon einigen Erfolg verbuchen konnte. 2013 meldete sich der Holländer dann doch mit „The Theory Of Everything“ zurück und erneute zweieinhalb Jahre später gibt es nun mit „The Source“ die nächste Progressive-Metal-Oper aus dem Hause Ayreon.

Anders als bei Avantasia geht es hier musikalisch deutlich komplexer zu Werke. Technische Versiertheit steht oftmals im Vordergrund, teilweise hektische Rhythmus- oder Stilwechsel hinterlassen den Hörer mitunter etwas überfordert oder ratlos zurück. Inhaltlich lässt sich „The Source“ als eine Art Prequel zu „01011001“ beschreiben. Science-Fiction mit einem Handlungsort in einer weit entfernten Zukunft, künstliche Intelligenz, die die menschliche überholt hat und und und. Die Storyline ist zu komplex um in wenige Worte gefasst werden zu können.

Namhafte Gaststars sind auf solchen Metalopern Gang und Gäbe und so finden sich dieses Mal unter anderem James LaBrie (Dream Theater), Tobias Sammet (Avantisia,Edguy), Hansi Kürsch (Blind Guardian) oder Floor Jansen (Nightwish) als Gastsänger wieder, während an der Instrumentalfront unter anderem Paul Gilbert (Mr. Big) oder Violinist Ben Mathot ihr Können beweisen. So vertrackt wie sich dies alles liest, so klingt das Album dann auch.

„Sea Of Machines“ wartet beispielsweise mit folkigen Mittelalterklängen auf, bevor es über eine eingängige Hookline in harten Riffs mündet, ähnlich das deutlich vertracktere „Everybody Dies“. Das schleppende, mit harten Sabbath-Riffs ausgestatte „Star Of Sirrah“ ist eine siebenminütige Reise zwischen klassischem Metal und technisch anspruchsvollem Prog. „Deathcry Of A Race“ wiederum verbindet opereske Klänge mit orientalischen Einflüssen, während „Into The Ocean“ als astreiner Arenarocker mit deutlicher Rainbow-Schlagseite daherkommt.

Lucassen selbst findet „The Source“ eines seiner eingängisten Werke. Für den Hörer mag sich dies nicht direkt erschließen. Vertrackte Rhythmen und Riffs, die mitunter schnell wechselnden Gesangsparts, sowie Einflüsse von folkigen, orientalischen oder mittelalterlichen Klängen können den geneigten Zuhörer durchaus etwas überfordern. Handwerklich und spieltechnisch sehr versiert, wenn auch bisweilen etwas übermotiviert, werden Fans des Genres und des Projektes durchaus ihren Spaß an der Scheibe haben.

Anspieltipps:

  • Star Of Sirrah
  • Into The Ocean

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