CJ Ramone - American Beauty - Cover
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CJ Ramone American Beauty


  • Label: Fat Wreck/EDEL
  • Laufzeit: 33 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein solides Album in einer Schnittmenge von, man ahnt es schon, den Ramones, Green Day und Weezer.

Neben den beiden Drummern Marky und Richie Ramone, ist CJ einer der letzten Überlebenden der Ramones-Familie. Christopher Joseph Ward, wie er mit bürgerlichem Namen heisst, ersetzte 1989 Gründungsmitglied Dee Dee Ramone und blieb bei den New Yorkern bis zur ihrer Aufösung 1996. Auf seinem dritten Soloalbum liefert der Bassist Punkrock mit einer poppigen Note und einigen Referenzen an seinen früheren Arbeitgeber, aber auch an jüngeren Vertretern des Genres. Wobei CJ mit seinen 51 Jahren nicht viel älter ist als Green Day, Offspring und Konsorten.

Die flotte Einstiegsnummer „Let’s Go“ zeigt dann auch gleich wo es langgeht. Claps und Hookline erinnern latent, wie auch das folgende „Yeah Yeah Yeah“, an die Ramones der frühen Neunziger, wie sollte es auch anders sein. Das coole Gitarrensolo erinnert dagegen eher an Brett Gurewitz von Bad Religion. „You’ll Never Make Me Believe“ ist ein Midtemporocker, der als genaue Mischung aus Green Day (Arrangement) und Weezer (Hookline) durchgeht, wohingegen „Girlfriend In A Graveyard“ textlich, aber vor allem musikalisch mit leicht bluesig-rock’n’rolligen Anleihen an Danko Jones erinnert. Sehr poppig ertönt der College-Rocker „Before The Lights Go Out“, bei dem sich zeigt, dass CJ auch stimmlich nicht schlecht rüberkommt.

„Tommy’s Gone“ ist ein kurzer, eintöniger Tribut an seinen verstorbenen Vorgänger und markiert eine Zäsur. Danach wird zwar wieder gerockt, aber die Luft geht dem Bassisten spürbar aus. „Run Around“, „Steady As She Goes“ und „Be A Good Girl“ liefern durchschnittlichen bis soliden Bubblegum-Poppunk, wobei das Tempo nicht mehr wirklich angezogen wird. „Without You“ kann als Duett mit Kate Eldridge (Big Eyes) und einem erneut sehr gekonnten Gitarrensolo von Gitarrist Steve Soto nochmal überraschen, und auch „Moral To The Story“ mit eingängiger Gitarrenmelodie ist ein solider Rocker. Erst mit dem Rausschmeißer „Pony“ wird die Handbremse nochmal gelöst. Mit Trompeten angereichert, ist der schnelle Punkrocker das Highlight der zweiten Hälfte.

Der ehemalige Ramones-Bassist liefert mit „American Beauty“ ein solides Album ab, nicht mehr und nicht weniger. So war es auch oft bei seinem früheren Arbeitgeber, allerdings hatten diese auf jedem Album auch mindestens einen oder zwei richtige Hits am Start. Spaß kann man mit diesem Album trotzdem haben, auch wenn in der zweiten Hälfte die Luft etwas ausgeht.

Anspieltipps:

  • Yeah Yeah Yeah
  • Before The Lights Go Out
  • Girlfriend In A Graveyard
  • Pony

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