Soundtrack - Singles (25th Anniversary Edition) - Cover
Große Ansicht

Soundtrack Singles (25th Anniversary Edition)


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 135 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
9.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine romantische Komödie, die den damaligen Zeitgeist einer ganzen Generation einfing, wird 25. Der Soundtrack wächst mit und liegt nun als Deluxe Edition auf zwei CDs vor.

Vor 25 Jahren brachte die Produktionsfirma Vinyl Films mit „Singles“ einen kleinen Film in die Kinos, der lediglich mit einem Budget von neun Millionen Dollar gedreht wurde und die Liebesgeschichte von Janet und Cliff im Seattle der 90er Jahre zeigt. Janet und Cliff sind Teil einer Gruppe junger Erwachsener, die im Stile von „Melrose Place“, einer zur gleichen Zeit erfolgreichen TV-Serie, in einem Apartment-Komplex wohnt und stellvertretend für die Sorgen und Probleme der sogenannten „Generation X“ steht.

Inszeniert wurde „Singles“ zusammen mit Schauspielerinnen und Schauspielern wie Bridget Fonda, Campbell Scott, Kyra Sedgwick, Tim Burton, Eric Stoltz, Bill Pullman und Matt Dillon von Cameron Crowe („Jerry Maguire“, „Almost Famous“, „Vanilla Sky“), der als Drehbuchautor, Co-Produzent sowie Regisseur fungierte und auf kunstvolle Art und Weise Film und Musik zueinander brachte. Denn Seattle? 90er Jahre? Da war doch was… Genau! „Singles“ spielt zur Zeit des Grunge-Booms. Und zwar genau in der Stadt, von wo aus der Hype über die Welt schwappte.

Cameron Crowe baute das Thema Musik als einen zentralen Teil in den Film ein und lies als fiktive Band die Gruppe Citizen Dick mit Mitgliedern von Pearl Jam auftreten. Darüber hinaus wurde ein Soundtrack zusammengestellt, der das Who Is Who des Grunge und Alternative Rock beinhaltete. Der Soundtrack mit Bands wie Soundgarden, Pearl Jam, Alice In Chains, Mother Love Bone, Mudhoney oder auch den Screaming Trees wurde im Juni 1992, drei Monate vor dem Filmstart auf den Markt gebracht und entwickelte sich zu einem Millionenseller.

Warum, wird schnell klar. Denn die genannten Bands warfen nicht irgendwelche Songs aus dem Abfalleimer ins Rennen, sondern echte Perlen wie „State of love and trust“ (Pearl Jam), „Chloe dancer/Crown of thorns“ (Mother Love Bone), „Would?“ (Alice In Chains) oder auch „Seasons“ (Chris Cornell), die für echte Atmosphäre sorgten. Wie dramatisch erscheint in diesem Zusammenhang die Meldung, dass Chris Cornell zwei Tage vor der Jubiläumswiederveröffentlichung des „Singles“-Soundtracks, am 17. Mai 2017, im Alter von 52 Jahren verstorben ist. Denn gerade Chris Cornell bereichert die Neuauflage mit vielen raren bzw. unveröffentlichten Stücken, die auf einer zweiten CD untergebracht wurden.

So wurden zum Beispiel die Songs von Chris Cornells 1992er „Poncier“-EP (u.a. mit einer frühen Version von „Spoon man“) ebenso zusammengetragen, wie kultige Stücke, die zwar im Film zu hören, aber damals nicht auf dem ursprünglichen Soundtrack veröffentlicht worden sind („Touch me, I’m Dick“). So wird der „Singles“-Soundtrack nach 25 Jahren noch einmal amtlich aufgewertet und um ein Bündel feiner Raritäten ergänzt. Wer kann als Fan dazu schon nein sagen?

Anspieltipps:

  • Drown
  • Breath
  • Would?
  • Seasons
  • Birth ritual
  • Nearly lost you
  • Touch me, I’m Dick
  • State of love and trust
  • Chloe dancer/Crown of thorns
Neue Kritiken im Genre „Alternative Rock“
Diskutiere über „Soundtrack“
comments powered by Disqus