Papa Roach - Crooked Teeth - Cover
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Papa Roach Crooked Teeth


  • Label: Eleven Seven Music
  • Laufzeit: 44 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
9.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach hartem Beginn, verlieren sich Papa Roach in austauschbarer Radiostangenware.

Zwei Jahre nach „F.E.A.R.“ wollen Papa Roach zurück zu ihren Rap-Rock wurzeln. Mit Hilfe der Produzenten RAS (u.a. All Time Low, Avicii) und Colin Brittain (u.a. 5 Seconds Of Summer, Avicii) gelingt ihnen dies allerdings nur teilweise, soviel sei jetzt schon verraten.

Mit „Break The Fall“ beginnt das Album dann wie man es erwartet. Single-Note-Riffs und Sprechgesang in der Strophe, anschließend ein eingängiger Refrain. Das kennt man von Papa Roach, das haben sie aber auch schon mal besser hingekriegt. Der Titelsong kommt dann deutlich aggressiver daher. Harte Riffs treffen auf einen wütenden Jacoby Shaddix, die in einem treibenden Refrain wieder in Melodiösität münden. Dies wäre der klar bessere Opener gewesen. Abwechslungsreich gerät „Born For Greatness“, welches zwischen sehr poppigen Teilen, aber auch etwas abgedrehten Teilen springt. Muse treffen auf Rage Against The Machine, geremixt von Robin Schulz. Klingt wirr, durchaus, aber auch interessant.

Dann war es das auch erstmal wieder mit der Rückbesinnung auf die musikalischen Wurzeln. „American Dreams“ ist der erste potentielle Radiohit auf dem Album, woraufhin das Duett mit Skylar Grey „Periscope“ eigentlich nur noch austauschbare Radiostangenware darstellt. Die Vorabsingle „Help“ ist eine auf hart getrimmte Ballade, die nicht übel aufstößt, aber natürlich auch sehr auf Airplay schielt. „Sunrise Trailer Park“ mit Machine Gun Kelly, kommt da schon besser. Alleine die Melodie der Leadgitarre hebt den Song schon vom Einheitsbrei ab.

Die Deluxe-Version bietet neben drei Bonus-Tracks, die allesamt mehr nach den frühen Papa Roach klingen, als das reguläre Album, noch eine Liveaufnahme aus Detroit. Fans der Band dürften bedenkenlos zugreifen können, liefern Papa Roach doch eigentlich nichts, was man von ihnen nicht gewohnt wäre. Trotzdem muss man anmerken, dass „Crooked Teeth“ haupsächlich durchschnittliches und austauschbares bietet.

Anspieltipps:

  • Crooked Teeth
  • Sunrise Trailer Park

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