John Mayer - The Search For Everything - Cover
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John Mayer The Search For Everything


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

John Mayer hat seine knapp vierjährige Pause beendet und kehrt zurück wie eh und je als musikalisch hochtalentierter Schmusetiger.

Fast vier Jahre sind seit dem letzten John-Mayer-Album „Paradise Valley“ (08/2013) inzwischen vergangen. Eine lange Zeit, in der Mayer u.a. mit der Live-Band mit den, ähem, Überresten von The Grateful Dead on Tour war. Doch 2017 soll wieder ganz im Zeichen von John Mayers Solo-Aktivitäten stehen. Eine Welttournee ist gebucht und auch neue Musik ist bereits erschienen. Denn Mayer geht den Release seines neuen Longplayers vorsichtig an.

Da der 39-jährige Charmebolzen inzwischen ganz bewusst kleinere Brötchen als noch vor zehn Jahren backt, hat er vorab mit „The Search For Everything: Wave One“ (01/2017) und „The Search For Everything: Wave Two“ (02/2017) zwei Digital-Only-EPs mit jeweils vier Songs auf den Markt gebracht, zu denen er sagt: „The price of admission is four songs. If you don't like these, don't get the next four“. Klare Sache also: Friss oder stirb! Dabei gibt es eigentlich gar keinen Anlass zur Sorge. Denn Experimente bietet das neue Album nämlich keine. Und das ist auch gut so!

Dass mit dieser Aktion das „The Search For Everything“-Album allerdings deutlich an Spannung eingebüßt hat, ist die negative Folge aus den beiden EP-Releases. Denn nun sind bereits acht der 12 Songs bekannt. Aber vielleicht hat John Mayer für den Rest des Jahres ja noch mehr neue Musik zur Veröffentlichung in petto, wodurch sein siebtes Studioalbum eventuell nur eine schnelle Durchgangsstation darstellt. Doch egal, wie es im Laufe der nächsten Monate auch kommen mag, „The Search For Everything“ bietet den John Mayer, den der Hörer sich wünscht.

Eingebettet in eine extra-flauschige Produktion fährt der Amerikaner seine berühmt-berüchtigte Mischung aus sanften Balladen („Emoji of a wave“, „Never on the day you leave“), Funk- („Still feel like your man“, „Moving on and getting over“) und Blues-Grooves („Helpless“) sowie einer kleinen Portion Schmuse-Pop („Love on the weekend“, „Changing“) auf. Mit dieser altbekannten Rezeptur macht John Mayer nichts falsch, auch wenn diese für den einen oder anderen Hörer wieder zu seicht sein wird („Rosie“). Sagen Sie deshalb also nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt!

Anspieltipps:

  • Helpless
  • Changing
  • In the blood
  • Never on the day you leave
  • You’re gonna live forever in me
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