Hayseed Dixie - Free Your Mind... And Your Grass Will Follow - Cover
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Hayseed Dixie Free Your Mind... And Your Grass Will Follow


  • Label: Hayseed Dixie Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
10/10 Leserwertung Stimme ab!

Ziemlich eintönig und auch der Witz ist schnell erzählt. Allerdings sind hier ausgezeichnete Musiker am Werk.

Vor einigen Jahren sorgten Steve’n’Seagulls mit ihrem AC/DC-Cover„Thunderstruck“-Cover für Aufsehen und einen viralen Hit. Aber bereits im Jahr 2001 veröffentlichten Hayseed Dixie ihre Country/Bluegrass-Hommage der Australier mit dem Album „A Hillbilly Tribute To AC/DC“. Einige andere Alben mit verschiedener Thematik folgten, es gab unter anderem ein Kiss-Tributalbum, oder Alben mit Hits der 70er, 80er, 90er und von heute. Auf ihrem neuen Album „Free Your Mind...And Your Grass Will Follow“ beschäftigen sich die Amerikaner vorwiegend mit schwarzer Musik, von Reggae bis Soul oder Funk.

Der Bob Marley-Klassiker „Buffalo Soldier“ eröffnet den Reigen. Und siehe da, in dieser flotten Version, akustisch, aber doch ziemlich treibend, funktioniert der Song prächtig. „What’s Going On“ im Original von Marvin Gaye kommt etwas gemächlicher daher und kann auch aufgrund John Wheelers Leadgesang überzeugen. „Move It In The Night“ zeigt die Band als versierte Insturmentalisten, „Ball Of Confusion“ schlägt bluesig-rockige Töne an. Allerdings ist der Gag schnell vorüber und auf Dauer kann das hibbelige, nervöse Banjogezupfe und Mandolinenshredding etwas auf die Nerven gehen. Auch der Backgroundgesang mit betont tiefer Stimme und in bester Hillbilly-Manier, oder zumindest wie sich das die Meisten vorstellen, ist eher unvorteilhaft.

„So Quickly We Forget“, eine der Eigenkompositionen lässt dann allerdings wieder aufhorchen. Düsterer, leicht psychedelischer Gesamtsound und erneut der raue, authentische Gesang Wheelers überzeugen. Dass man Michael Jacksons „Black Or White“ vom hessischen Comedy-Duo Badesalz schon mal lustiger gehört hat, kann man der Band natürlich nicht vorwerfen, etwas Monotonie dagegen schon. „A Change Is Gonna Come“, „Love Train“ oder „When The World Gets Small“ hat man so oder sehr ähnlich auch auf diesem Album schon gehört. Davor aber versteckt sich noch ein deutscher Song. „Vom selben Stern“ von Ich+Ich mit sympathischem, amerikanischem Akzent auch auf Deutsch gesungen, überrascht dann doch.

Etwas limitiert sind die Möglichkeiten von Hayseed Dixie schon von Natur aus, auch der Witz bekannte Songs in einer Hillbilly-Version zu hören verpufft mittlerweile dann doch ziemlich schnell. Wer allerdings Spaß an feiner Instrumentierung und einer guten Leadstimme hat und den wenig Abwechslung nicht stört, der kann zugreifen.

Anspieltipps:

  • Buffalo Soldier
  • So Quickly We Forget
  • Ain’t No Country Big Enough

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