Kaurna Cronin - Euphoria, Delirium & Loneliness - Cover
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Kaurna Cronin Euphoria, Delirium & Loneliness


  • Label: Songs & Whispers/Broken Silence
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Musiker, der sich seinen Wurzeln sehr bewusst ist und sie gekonnt in der Moderne platziert.

Nicht mal ein Jahr nach seinem letzten Output „Southern Loss“ legt Kaura Cronin schon seine neue Platte vor. Das neue Album des Australiers hört auf den Namen „Euphoria, Delirium & Loneliness“ und bringt ihn auf eine schier endlose Tour durch Europa. Von Verzweiflung oder Einsamkeit hört man hört man auf dem Album des Folksters allerdings recht wenig. Musikalisch schimmert immer eine gewisse Euphorie oder Hoffnung durch.

Schon der poppige Opener „Selling Dreams“ macht klar warum Cronin „Artist Of The Year 2015“ der Folk Alliance Australia werden konnte. Mit Leichtigkeit verbindet er Americana mit Folk, Indie und Singer/Songwriter-Elementen, dazu ein Gitarrensolo, das deutlich an Neil Young angelehnt ist. Diesen hört man auch in „It Ain’t Easy For Either Of Us“ durch, das durch eine athmosphörische Strophe und einen eingängigen Refrain besticht, „East Side“ wiederum bringt funky Gitarren mit Folk in Einklang.

Seine Vorbilder hat Kaurna Cronin gut studiert. Die treibende Nummer „I’ll Never Know Your Name“ tönt nach Tom Petty, in „Blood & Wine“ schimmert ein gewisser Bob Dylan durch, während das ruhige „Yours For Life“ mit warmklingendem Klavier und sanftem, mit Besen gespieltem, Schlagzeug an Van Morrison erinnert. Trotzdem klingt auf „Euphoria, Delirium & Loneliness“ nichts wie abgekupfert. Cronins Stimme, im Wechsel zwischen Klarheit und Wärme, bietet genügend Authentizität.

Nachdem mit reichlich Roadmovie- und Twang-Gitarren angereicherten „A Different Side Of You“ läutet der Teilzeit-Berliner die Coverphase ein. Bonnie Tylers „It’s A Heartache“ wird zur Countryballade, Opus‘ Bierzeltklassiker „Life Is Life“ zum Folksong mit Fingerpicking und Mandoline. Eine gute Idee, trotzdem ist die Melodie einfach zu totgenudelt. „Can’t Help Falling In Love“ macht dann den Abschluss und wird zum Indierocker. Hier kann Cronin noch einige neue Elemente herauskitzeln. Nicht jede Nummer zündet, trotzdem hört man hier einen Musiker, der sich seinen Wurzeln sehr bewusst ist und sie versucht in die Moderne zu tragen. Dies gelingt ihm über große Strecken ziemlich gut.

Anspieltipps:

  • It Ain’t Easy For Either Of Us
  • I’ll Never Know Your Name
  • A Different Side Of You
  • Can’t Help Falling In Love With You

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