Employed To Serve - The Warmth Of A Dying Sun - Cover
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Employed To Serve The Warmth Of A Dying Sun


  • Label: Holy Roar/ALIVE
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
8.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„The Warmth Of A Dying Sun“ prügelt die eigene Unzufriedenheit ohne nach Luft zu schnappen aus den Boxen. Power allein macht aber noch keine erfolgreiche Hardcore-Musik.

Empolyed To Serve haben Boden unter den Füßen: harten, grauen Beton, der der unerbittlichen Energie der Band Stand hält. Wie ein Sprinter legt die Band von der ersten Sekunde an los, tritt die Tür ein und wuchtet Hardcore aus den Boxen. Die Musik der Band funktioniert stufenlos. Employed To Serve variieren nicht, sie klatschen den Hörern dauerhaft 100% um die Ohren. Beim Rausschmeißer „Apple Tree“ denken Hörer zurecht, dass jemand den Stecker gezogen hat. Das Quintett hat auf „Warmth Of A Dying Sun“ Wut im Bauch und brüllt Hörern diese 40 Minuten in die Gehörgänge.

Was eindimensional klingt, ist am Ende auch das große Minus der Platte. Nach den Titeln „Void Ambition“, „Good For Nothing“ und „Lethargy“ ist inhaltlich alles gesagt. Employed To Serve verarbeiten in ihren Liedern Gefühle absoluter Hoffnungslosigkeit. Die einen zieht das herunter, für Fans bringt so was Katharsis. Selbstkritik und Selbstzweifel sind menschlich und wie Employed To Serve diese verarbeiten, macht durchaus Sinn. Das Rezept ist allerdings eintönig und nicht wenige sind des Geschreis irgendwann müde. Genre-Puristen meinen vielleicht, dass das nicht anders geht, aber auch Hardcore lässt sich in unterschiedliche Bahnen lenken.

„The Warmth Of A Dying Sun“ stumpft seine Hörer auf halber Strecke so weit ab, bis sie gar nicht mehr aufnahmefähig sind. Das ist nur bedingt schlimm, da die erste Hälfte des Albums die stärkere ist. Für erbarmungsloses Abreagieren nach einem langen Tag, dem Lesen von Online-Kommentaren oder in der Schlange im Supermarkt ist „The Warmth Of A Dying Sun“ eine nette Kurzzeitlösung. Wenn die Probleme auch bei voller Lautstärke bleiben, haben Employed To Serve allerdings keinen Plan B zur Hand. Das übersteigt die Kernkompetenzen eines geradlinigen und etwas engstirnigen Albums.

Anspieltipps:

  • Void Ambition
  • Platform 89
  • I Spend My Days (Wishing Them Away)

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