Royal Blood - How Did We Get So Dark? - Cover
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Royal Blood How Did We Get So Dark?


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Dem Sensationsdebüt kann „How Die We Get So Dark?“ zwar nicht das Wasser reichen, aber schlecht ist Royal-Blood-Album Nummer zwei dennoch nicht.

Vor etwas weniger als drei Jahren debütierte das britische Duo Mike Kerr (Gesang, Bass) und Ben Thatcher (Drums) alias Royal Blood mit seinem selbstbetitelten Debütalbum, auf dem die Jungs aus Brighton einen Alternative-Rock-Hybriden aus Queens Of The Stone Age, The Black Keys, The White Stripes und Led Zeppelin aus dem Boden stampften, der seines Gleichen suchte. „Royal Blood“ war seinerzeit das schnellste verkaufte britische Debütalbum seit drei Jahren und ging weltweit mehr als eine Million Mal über die ladentheken. Kein schlechter Beginn für eine junge Band, die in Sachen Sound eher altmodisch unterwegs ist.

Das neue Werk „How Die We Get So Dark?“ wurde geschrieben und aufgenommen in Brighton, Hollywood, Los Angeles, Nashville Brüssel und London und von Jolyon Thomas (M83., Slaves, Maps, Polly Scattergood) sowie Tom Dalgety (Pixies, Opeth, The Maccabees, Simple Minds) als Produzenten betreut. Die Spielzeit pendelt sich wie schon beim Debüt bei knapp über einer halben Stunde ein, sodass auch Album Nummer zwei kein Gramm Fett an den Rippen, dafür aber hoffentlich feinste Rock’n’Roll-Filetstücke Bord haben dürfte.

Schon der titelgebende Opener verquickt den Sound der Queens Of The Stone Age mit dem der Rolling Stones, wodurch der Einstieg etwas arg traditionell gerät. Doch Royal Blood verwickeln sich nicht in klischeehaften Heldenanbiederungen, sondern wählen aus eigenen Stücken und mit eigenen Ideen den Weg in Richtung Stadion-Rock. Dazu werfen sie wie gewohnt Hooks und Riffs („Where are you now?“), eine gute Prise Blues („I only lie when I love you“) und einen fetten rhythmischen Bums in die Waagschale („She’s creeping“). Klar, das klingt immer noch gut, doch der Überraschungseffekt des Sensationsdebüts ist freilich nicht mehr gegeben.

Fazit: Grundsätzlich zaubern Mike Kerr und Ben Thatcher auf „How Die We Get So Dark?“ ein kerniges Riff-Sammelsurium aus dem Hut, das zwar auf echte Überhits verzichten muss, aber in seiner Gesamtheit immer noch eine gute Wirkung erzielt. Das muss den Fans für den Moment genügen, auch wenn der eine oder andere bestimmt mehr erwartet haben dürfte.

Anspieltipps:

  • Sleep
  • Don’t tell
  • Hooks, line & sinker
  • How did we get so dark?
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