Lindsey Buckingham Christine McVie - Lindsey Buckingham Christine McVie - Cover
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Lindsey Buckingham Christine McVie Lindsey Buckingham Christine McVie


  • Label: EastWest/WEA
  • Laufzeit: 39 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
8.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Für Musiker solchen Kalibers eindeutig zu wenig. Buckingham und McVie liefern zu viel seichten Pop.

Gefühlt ist Christine McVie gerade erst wieder zurück bei Fleetwood Mac, doch statt einem gemeinsamen Album, erscheint nun ein Duo-Output der charismatischen Sängerin mit ihrem unsympathischen Bandkollegen Lindsey Buckingham. Dass es nicht zu einem Bandalbum kam, lag angeblich hauptsächlich an Stevie Nicks, die ihrerseits ihr Soloalbum „24 Karat Gold: Songs From The Vault“ vorzog. So ganz ohne ihre Bandkollegen scheint es aber dann doch nicht zu gehen, denn immerhin sind Mick Fleetwood und John McVie als Gäste auf einigen Nummern mit an Bord.

Trotzdem bietet das selbstbetitelte Album nicht viel mehr als austauschbaren Wohlfühlpop. „Sleeping Around The Corner“ ist nett anzuhören, aber plätschert dermaßen dahin, dass man kaum bemerkt, dass mit „Feel About You“ der nächste Song begonnen hat. Zwar hat dieser gute Ansätze, eingängig und melodiös, der programmierte Beat und die nervigen Backgroundvocals haben allerdings eine leicht nervige Komponente. „In My World“ lässt dann das Songwritertalent der beiden Protagonisten aufblitzen. Man hört Ähnlichkeiten zu „Tango In The Night“-Zeiten, das Erfolgsalbum, das heuer 30-jährigen feiert. Wirklich zwingend ist aber auch dieser Song nicht.

Nach dem austauschbaren „Red Sun“ und der mit Fingerpicking ausgestatteten Ballade „Love Is Here To Stay“ geht es endlich mal aus der Komfortzone. „Too Far Gone“ wartet mit Synthieriff und funkigem Groove auf. Hier hört man die Rhythmusgruppe von Fleetwood Mac deutlich heraus. Auch Buckinghams bluesige Licks und Riffs tragen dazu bei, dass der Song überzeugt. Zum Ende des Albums gerät „On With The Show“ mit leichtem Bob-Seger-Flair und eingängigem Refrain, der auch auf früheren Alben der Musiker seine Berechtigung gehabt hätte, nochmal zu einem Höhepunkt. Und auch der Rausschmeisser „Carnival Begins“, eine düstere, bluesige Ballade, kann überzeugen.

Gesanglich zeigen sich Buckingham und McVie auf der Höhe und haben von ihrer früheren Kraft wenig bis gar nichts verloren. Einzig das Songwriting lässt über große Teile des Albums zu wünschen übrig. Unscheinbarer, seichter Pop herrscht vor, was für Musiker, die Klassikeralben wie „Rumours“ oder „Tusk“ miterschaffen haben, eindeutig zu wenig ist.

Anspieltipps:

  • Too Far Gone
  • On With The Show
  • Carnival Begins
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    6/10

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    • 2021    
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