David Bowie - Cracked Actor (Live Los Angeles ´74) - Cover
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David Bowie Cracked Actor (Live Los Angeles ´74)


  • Label: Parlophone/WEA
  • Laufzeit: 97 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Das für den diesjährigen Record Store Day veröffentlichte Vinyl-Live-Album liegt jetzt als limitierte Doppel-CD vor.

Für den diesjährigen Record Store Day, dem inzwischen zehnten seiner Art, wanderten wieder einmal massenhaft rare und mitunter sau-teure Vinyl-Veröffentlichungen in die Auslagen der teilnehmenden Plattenläden. Fans, Sammler und Vinyl-Nerds stürzten sich wie immer in Scharen auf die limitierten Angebote und waren bereit, die aufgerufenen Preise zu zahlen, auch wenn nicht allen die Praxis des Record Store Days zu 100% gefällt. Denn wem es nur auf die Musik ankommt, die Vinyl-Kultur nicht so wichtig ist und ein paar Monate die Beine stillhalten kann, dem werden die gleichen Veröffentlichungen zu wesentlich günstigeren Preisen auch auf CD und per Download zugänglich gemacht.

Wer also zum Beispiel bei den zahlreichen Vinyl-Veröffentlichungen aus dem Hause David Bowie nicht die dicke Hose hatte, um alle abzugreifen oder vielmehr wollte und aufgrund der Limitierung nicht richtig zum Zug kam, der darf sich nun über die CD-Veröffentlichungen freuen. Dazu zählt das ursprünglich auf Dreifach-Vinyl angebotene Live-Album „Cracked Actor (Live Los Angeles ’74)“, das nun als limitierte Doppel-CD im schicken Digipak auf den Markt kommt. Das darin enthaltene zwölfseitige Booklet gibt es exklusiv im Digipak, das als Standard-Jewel-Case nachproduziert wird, sobald die Digipak-Version vergriffen ist. Die Vinyl-Ausgabe war übrigens der Top-Seller des diesjährigen Record Store Days. Sie gilt als ausverkauft und erzielt aktuell horrende Preise auf den gängigen Internet-Plattformen.

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„Cracked Actor (Live Los Angeles ’74)“ zeigt David Bowie am 5. September 1974 auf seiner „Philly Dogs Tour“ zum „Diamond Dogs“-Album im Los Angeles Amphitheater. Erstmals wird das von Toni Visconti abgemischte Konzert in Gänze veröffentlicht und den Fans damit der Zugang zu einer Rarität verschafft, die David Bowie in Mitten eines Jahrzehnts präsentiert, das er künstlerisch entscheidend mitgeprägt hat. Der Brite veröffentlichte ein herausragendes Album nach dem anderen, zu dem auch „Diamond Dogs“ zählt – sein damals achtes Studiowerk. Somit war bereits sieben Jahre nach Bowies selbstbetiteltem Debütalbum genügend hochkarätiges Songmaterial vorhanden, um Konzertereignisse der Extraklasse zu gestalten.

Der Hörer bekommt in etwas weniger als 100 Minuten Spieldauer eine für David Bowie typische, große, theatralische Rock’n’Roll-Show geboten, die auf Stücken wie „All the young dudes“, „Rock’n’Roll with me“ oder auch „Space oddity“ basiert. Dabei fallen die damaligen, zum Teil anders klingenden Arrangements auf, aber auch betont lässig und ausgelassen dargebotene Rocksongs wie „Suffragette city“, „Knock on wood“ und „Diamond dogs“. So wird Zeitgeschichte eingefangen und dem Hörer elegant zugänglich gemacht. Wenn da nicht die Sache mit den unangenehm hohen Vinyl-Preisen wäre.

Anspieltipps:

  • Time
  • Changes
  • Rebel rebel
  • Space oddity
  • Suffragette city
  • The Jean genie
  • All the young dudes
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