AJR - The Click - Cover
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AJR The Click


  • Label: BB Records/Sony Music
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Drei Brüder aus New York auf ihrem Weg von der Straßenband zum Internet-Phänomen und jetzt vielleicht auch zum Chartbreaker.

Die Brüder Ryan (23, Keyboards und Gesang), Jack (19, Gitarre und Gesang) und Adam Metzger (26, Bass und Gesang) alias AJR aus New York City, machen bereits seit mehr als zehn Jahren gemeinsam Musik. 2005 begannen AJR als Straßenmusiker. Da war Gitarrist Jack gerade einmal sieben Jahre alt. Danach mauserte sich das Trio zum YouTube- und Streaming-Hit und brachte im Jahr 2015 mit „Living Room“ sein Debütalbum auf den Markt, das in den weltweit relevanten Charts allerdings absolut keine Rolle spielte, während Singles wie „I’m ready“ und „Weak“ zumindest für ein bisschen Furore sorgten. Es ist und bleibt eben ein Phänomen, dass die viralen Überflieger tatsächlich nur im Internet funktionieren und hinsichtlich der Abverkäufe physischer Tonträger durchfallen.

AJR schreiben, produzieren und nehmen ihre Songs normalerweise komplett in Eigenregie auf. Für ihr Zweitwerk „The Click“ haben sich die Brüder allerding einige, zum Teil prominente Unterstützer ins Studio geholt, die ihre Kompositionen aufpeppen. So steuert Weezer-Boss Rivers Cuomo auf dem Track „Sober up“ seinen Gesang bei, während Jake Kenowitz und Alicia Svigals Bläser- und Streicherspuren eingespielt haben. Für den Mix holten sich AJR zudem Hilfe bei Delbert Bowers, Joe Zook und Tony Maserati, die der musikalischen Mischung aus Pop- („Turning out“), Elektro- („Three-thirty“), HipHop- („I’m not famous“), Dubstep- („Drama“) sowie klassischen Elementen („Overture“) einen fetten Mainstream-Sound verpassten.

Grundsätzlich ist allen Beteiligten dabei ein gelungenes Album geglückt, das trotz seiner stilistischen Vielfalt wie aus einem Guss klingt. Das Metzger-Trio agiert unverbraucht und frisch – und muss dazu die Popmusik nicht neu erfinden. Ihre Songs gehen gut ins Ohr und sind fein produziert. Ein Haar in der Suppe lässt deshalb kaum finden. Jetzt müssen wir nur noch beobachten, ob die (physischen) Verkaufszahlen auch mit den Klickzahlen mithalten können.

Anspieltipps:

  • Sober up
  • Netflix trip
  • Turning out
  • Bud like you
  • No grass today
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