Edguy - Monuments - Cover
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Edguy Monuments


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 150 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
8.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Das „Monuments“-Box-Set ist geeignet für Fans und Neueinsteiger und bietet einen enormen Mehrwert. Edguy lassen sich zum 25-jährigen Jubiläum nicht lumpen.

Angefangen als Schülerband, entwickelten sich Edguy im Laufe der Jahre zum deutschen Heavy-Metal/Hardrock-Export Nummer Eins. Seit mittlerweile 25 Jahren gehen die Jungs aus Fulda konsequent ihren eigenen Weg und konnten so den Traum vieler Proberäume wahrmachen. All dies ist Grund genug für ein Best-Of-Album der Herren um Mastermind Tobi Sammett. Dabei ist „Monuments“ nicht nur ein schlichtes „Best Of“ geworden. Viel mehr ist es eine opulente Werkschau mit vielen bekannten Songs, rarem Material und fünf neuen Stücken. Obendrauf gibt es unzählige Fotos in einem Buch, sowie als Fan-Schmankerl eine DVD mit einem kompletten Konzert der Hellfire-Tour 2004 und allen Videoclips.

Die fünf neuen Nummern machen den Anfang. „Ravenblack“ kombiniert abgedämpfte Riffs im Stile eines George Lynch mit eingängiger Hookline. So hätte es auch auf einem Avantasia-Album stehen können. Rockiger kommt „Wrestle The Devil“ daher und geht den von Edguy auf den letzten Alben eingeschlagenen Weg konsequent weiter: Geradliniger Hardrock, klar verwurzelt in den Achtzigern, aber doch mit Riffs, die nicht von der Stange kommen. „Open Sesame“ lässt sich im selben Jahrzehnt verorten, treffen doch in dieser Uptemponummer Y&T auf Judas Priest. Noch mehr aufs Gaspedal tritt „Landmarks“, das auch diejenigen zufriedenstellen sollte, die den früheren Edguy-Zeiten hinterhertrauern. „The Mountaineer“ vermischt dann frühere Speed-Metal-Anleihen à la Helloween mit den hardrockigen Elementen der Achtziger.

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An der Auswahl der bekannten Songs werden sich wie immer bei solchen Kompilationen die Geister scheiden. Das Hauptaugenmerk liegt deutlich auf den letzten fünf Studioalben, wobei das bis dato letzte „Space Police/Defenders Of The Crown” mit ganzen vier Stücken vertreten ist. Daneben gibt es Klassiker wie „Lavatory Love Machine“, „King Of Fools“, „Superheroes“ oder „Tears Of A Mandrake“, die Überballade „Save Me” und auch alte Gassenhauer wie „Vain Glory Opera” und „Babylon”. Als Schmankerl für die Fans gibt es noch „Spooks In The Attic“ von der „Superheroes“-EP, oder „Holy Water“, einst als Bonus von „Hellfire Club“ veröffentlicht. Komplett unveröffentlicht ist „Reborn In The Waste“, welches bis ins Jahr 1995 zurückreicht, was man dem Track auch anhört. Aber gerade das macht den Charme aus.

Fazit: Mit „Monuments“ haben sich Edguy nicht lumpen lassen. Hier bekommt der Hörer für sein Geld etwas geboten. Fünf neue Songs, einen Haufen Hits und Rares, sowie unveröffentlichtes Archivmaterial. Dazu ein Fotobuch und DVD. Aufgrund dessen ist dieses Set für Fans ein Muss, aber auch, oder gerade für Neueinsteiger bietet sich „Monuments“ an. Es werden alle Phasen der Band abgebildet, wenn auch mit einer leichten Konzentration auf neuere Werke.

Anspieltipps:

  • Wrestle The Devil
  • Open Sesame
  • The Mountaineer
  • Save Me
  • The Piper Never Dies
  • Ministry Of Saints
  • Spooks In The Attic

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