Rage - Seasons Of The Black - Cover
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Rage Seasons Of The Black


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 52 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Peavy Wagner lässt sich von seinen neuen Mitstreitern erneut mitreißen und Rage finden immer mehr zu früherer Stärke zurück.

Die neuen Mitstreiter von Peavy Wagner scheinen ordentlich Blut geleckt zu haben. Nur ein Jahr nach dem ordentlichen „121051,The Devil Strikes Again” legen die Nordrhein-Westfalen nach. „Seasons Of The Black” heisst das neue Werk und wurde von der Band selbst produziert. Als Bonus liegt eine CD mit der Neueinspielungen von sechs Avenger-Songs bei, der Band, aus der kurze Zeit später Rage hervorgingen.

Der Titelsong eröffnet das Album mit ordentlichem Drumgewitter, Groovemetalriffs und Peavys Gesang, der hier nah am Growling ist. Gitarrist Marcos Rodriguez besticht mit einem Solo mit deutlichen Marty Friedman-Anleihen und spätestens beim folgenden „Serpents In Disguise” wird klar, dass dieser Mann eine klare Bereicherung im Rage-Sound ist. Ein Riff, das an „Bark At The Moon” erinnert und ein Solo, welches melodische, gewitzte und schnelle Licks vereint. Dazu die Powermetalhook im Refrain und der erste Höhepunkt ist da. Das anschließende „Blackened Karma” ist eine poppige Variante davon, fällt aber etwas ab.

„Time Will Tell” ist dann das Highlight des Albums. Es verbindet alle vorherigen Elemente zu einem großen Ganzen. Harter Powermetal vermischt sich mit grooving-stampfenden Parts und einem sich im Kopf festsetzenden Refrain, garniert mit einem tollen Solo. Düster und schnell geht es bei „All We Know Is Not” zur Sache, das erneut mit eingängigem Refrain besticht, „Septic Bite” nimmt den Fuß bisweilen etwas vom Pedal und kommt so deutlich härter zur Geltung.

Den Abschluss des Albums bildet das rund 20-minütige Epos „The Tragedy Of Man”, welches aus vier Einzelsongs besteht. Hier ist besonders „Farewell” hervorzuheben, das auch mal ruhigere Töne zulässt, alerdings ab und an aufpassen muss nicht über die Kitschgrenze zu treten. Es bildet aber durchaus einen schönen Kontrast zum vorherigen düsteren Thrasher „Bloodshed In Paradise”.

Die Spielfreude ist auf „Seasons Of The Black” jederzeit zu spüren. Peavy Wagner hat sich von seinen neuen Mitstreitern mitreißen lassen und vor allem Gitarrist Marcos Rodriguez glänzt mit seinen Soli die jedem Song nochmal eine neue Note verleihen. Dies hat man bei seinem Vorgänger Victor Smolski immer mehr vermisst. Rage-Fans dürften bedenkenlos zugreifen können.

Anspieltipps:

  • Serpents In Disguise
  • Time Will Tell
  • All We Know Is Not
  • Bloodshed In Paradise

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