Accept - The Rise Of Chaos - Cover
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Accept The Rise Of Chaos


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 46 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
7.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Ausgereifter und spritziger als der Vorgänger. „The Rise Of Chaos“ macht vor allem Spaß.

Pünktlich zum alljährigen Sommerloch veröffentlichen Accept ihr neues Album „The Rise Of Chaos“. Eine Strategie, die auch bei einigen der letzten Outputs von Erfolg gekrönt war, um hohe Chartplatzierungen zu erreichen. Vor drei Jahren gelang den Teutonenmetallern mit „Blind Rage“ gar der Sprung auf Platz 1 der deutschen Albumcharts. Erneut produziert von Andy Sneap, ist „The Rise Of Chaos“ das erste Studioalbum mit den neuen Uwe Lulis (Gitarre) und Christopher Williams (Schlagzeug).

Glücklicherweise klingt das Album nicht wie typische Sneap-Produktionen, was der Opener „Die By The Sword“ direkt deutlich macht. Das Schlagzeug klingt natürlich und nicht wie wildes Geballer, die Gitarren ebenfalls. Hier wird Mastermind Wolf Hoffmann ein Wörtchen mitgeredet haben. Der Song bietet typische Accept-Kost. Cooles Riffing, martialisches „Oh-Oh-Oh“-Gegröle und ein simpler, wie eindeutiger Text „If you live by the sword, you will die by the sword“. Der Midtemporocker „Hole In The Head“ geht etwas mehr Richtung Black Sabbath und Tornillo zeigt, warum er in dieser Band ist. Mit Zeilen wie „I need you like a hole in the head“ gewinnt die Band allerdings erneut keinen Innovationspreis.

Nach dem flotteren Titelsong, ist „Koolaid“ dann ein richtiges Highlight der Banddiskographie. Nach einem Pull-Off-Lick als Intro gerät der Song zum stampfenden Rocker, der mit fast bluesigen Anleihen aufwartet und latent an AC/DC erinnert. Dazu schreit sich Frontmann Mark Tornillo im Verlauf die Seele aus dem Leib. Es bleibt Hochwertig. Mit „No Regrets“ nehmen die Solinger wieder an Fahrt auf, die sperrigen Riffs in Intro und Strophe werden gekonnt mit eingängigem Pre-Chorus und Refrain kombiniert. „Analog Man“ zitiert musikalisch „Balls To The Wall“ und die augenzwinkernden Textpassagen wie „my cellphone is smarter than me“ oder „update and download, there’s no winning just insanity, update and download, the wheel keeps spinning, just set me free“ sorgen für ein Schmunzeln. Auch die nachfolgenden Songs fallen nicht ab. Mal flott mit ausgereiftem Riffing („What’s Done Is Done“, „Carry The Weight“), melodiös („Worlds Colliding“) oder straight und heavy („Race To Extinction“).

Das vierte Album mit Mark Tornillo ist wirklich gut geworden. Im Gegensatz zum Vorgänger wirkt die Produktion natürlicher und homogener. Dazu sind die Songs durchdacht, ausgefeilt und doch spritzig. Die Spielfreude hört man der Band nämlich auch an. Natürlich sind einige Accept-Trademarks kurz vor der Grenze zum Klischee, trotzdem macht das Album vor allem eines: Spaß.

Anspieltipps:

  • Hole In The Head
  • Koolaid
  • No Regrets
  • Analog Man
  • Worlds Colliding

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