Flaunt - Spectra - Cover
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Flaunt Spectra


  • Label: NUB Music
  • Laufzeit: 47 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein paar Ausreißer in alle Richtungen, in der Hauptsache aber Durchschnitt.

Im Jahr 2014 lernen sich die Jospeh Vitterito und Sänger Justin Jennings via Soundcloud kennen und gründen daraufhin Flaunt. Nachdem die Band in ihren Anfängen deutlich von Electronic und EDM beeinflusst war, im weiteren Verlauf aber immer mehr Einflüsse wie Indie oder Rock zuließ, liefert das neue Album „Spectra“ wie der Titel schon andeutet, nun die komplette Bandbreite von Electro bis Rock.

Und ja Gitarren sind etwas in den Vordergrund gerückt, zumindest insofern, dass sie in manchen Songs immerhin gleichberechtigt neben elektronischen Spielereien stehen. Im Opener „Vows“ tritt dies noch nicht so zu Tage. Die Vorabsingle ist ein hoffnungsvoll-melancholischen Indiepopper, der sich schnell im Ohr festsetzt und kann etwas abseits der restlichen Songs betrachtet werden. Schon das folgende „Offbeat“ ist mit einem Lounge-artigen Bassriff und urbanen Beats ausgestattet, nur will Justin Jennings doch recht hoher Gesang nicht wirklich dazu passen. „Fractured Desire“ vermischt HipHop-Elemente mit düsterem Indierock, der an Muse erinnert, jedoch ebbt der anfängliche Überraschungseffekt schneller als erwartet ab.

Der überaus rockige Refrain in „Favorite Lights“ hinterlässt eher bleibenden Eindruck. Nach elektronischen Beats und cleanen Arpeggiogitarren kann man den Refrain und die Bridge fast im Alternativerock verorten. „Impossible Miracle“ erinnert an Incubus und überzeugt vollends und mit „Small“ und dem Slitz Enz-Cover „I Got You“ gibt es dann wirklich pure Rocksongs. Direkt im Anschluss biedert sich „Something Different“ mit deutlichem „Shape Of You“-Einschlag dermaßen ans Radio an, dass man kurz versucht ist das Album abzuschalten. Mit „Still A Thrill“ wird es wieder erträglicher, allerdings ist auch hier außer den funky Gitarren nicht viel zu holen.

„You Know Who I Am“ wiederum lässt direkt mit dem Kopf nicken. Straighter Beat, groovender Bass und sich bis in den Refrain steigernde Dynamik zeichnen diesen Discokracher aus. Nach dem überambitionierten Siebenminüter „I Want Your Freedom“ beendet „Hidden Truth“ das Album. Mit elektronischen Beats und den mittlerweile dazugehörenden cleanen, effetkbeladenen Gitarren erinnert es an die Hits eines Robin Schulz, glücklicherweise ist es aber zu sperrig und besitzt deutlich mehr Tiefe.

Gute Ansätze sind auf „Spectra“ durchaus zu finden. Das Spektrum von Electro, Indie, Pop und Rock wird ebenfalls gut abgebildet. Allerdings sind die Songs, Arrangements und Melodien zu beliebig und austauschbar. Viele Elemente kennt man, hat man schon oft gehört und so bleibt das Album hauptsächlich durchschnittlich.

Anspieltipps:

  • Favorite Light
  • Impossible Miracle
  • You Know Who I Am

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