Queens Of The Stone Age - Villains - Cover
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Queens Of The Stone Age Villains


  • Label: Beggars/INDIGO
  • Laufzeit: 48 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„Villains“ ist mitnichten schlecht. Die Erwartungshaltung kann die Platte allerdings auch nicht erfüllen.

Nach ihrem überaus starken, so nicht mehr für möglich gehaltenen, letzten Album „…Like Clockwork“ von 2013war alleine die Ankündigung eines neuen Queens-Of-The-Stone-Age-Albums schon Grund für eine leichte Hysterie. Nachdem Mastermind Josh Homme im vergangenen Jahr das ebenso vorzügliche „Post Pop Depression“ von Iggy Pop produziert und mitkomponiert hat, ist die Erwartungshaltung an „Villains“ enorm gestiegen. Einzig die Ankündigung der Zusammenarbeit mit Mark Ronson hinterließ eine gewisse Skepsis.

Die vorab ausgekoppelte Single „The Way You Used To Do“, bei der man Ronsons Handschrift deutlich heraushört, tönt zwar insgesamt ziemlich lässig und perfekt für die Indie-Disco, allerdings hinterlassen der überproduzierte Aspekt mit den nervtötenden Hand-Claps einen ziemlich faden Beigeschmack, der die Vorfreude auf das komplette schmälert. Aber nicht nur Mark Ronson hat Spuren hinterlassen. Der Opener „Feet Don’t Fail Me“ und „Domesticated Animals“ zeugen deutlich von Josh Hommes Arbeit an dem schon erwähnten „Post Pop Depression“. Der Gesang des Kaliforniers klingt stellenweise wie eine Mischung aus seinem damaligen Kollaborationspartner Iggy Pop und dem verstorbenen David Bowie.

Etwas unscheinbar klingt „Fortress“ mit prominent eingesetzten Keyboards. Sphärisch und schleppend wächst der Song jedoch Dank seiner Intensität und den sich immer mehr durchsetzenden Gitarren bei jedem weiteren Durchgang. Überhaupt liefern sich auf „Villains“ Keyboards und Gitarren ein Gefecht, wer den Ton angibt. „Un-Reborn Again“ gerät dadurch etwas uninspiriert und mit fast sieben Minuten eindeutig zu lang. Zudem hat der Hörer ähnliches schon öfters im QOTSA-Kosmos vorgesetzt bekommen. „Hideaway“ ist ähnlich, doch deutlich durchdachter, wohingegen „Head Like A Haunted Horse“ mit flotter DIY- und Punkattitüde, sowie „Lullabies To Paralyze“-Schlagseite und Glam-Einsprengseln, und das zwar groovige, aber lange „The Evil Has Landed“ deutlich rockiger zur Sache gehen und an frühere Zeiten der Band erinnern.

Den Abschluss bildet das zwischen ruhigen Wave-Sounds und Alternative-Rock-Elementen pendelnde „Villains Of Circumstance“. Der Song hinterlässt den Hörer mit einem ambivalenten Gefühl. Einerseits ist „Villains“ auf keinen Fall eine schlechte Platte. Die Erwartungshaltung kann sie andererseits aber mitnichten erfüllen. Die poppige Seite der Vorabsingle „The Way You Used To Do“ wird allerdings glücklicherweise nicht weiterverfolgt. Fazit: Ausgiebiges Antesten ist bei „Villains“ wahrscheinlich das beste Mittel.

Anspieltipps:

  • Feet Don’t Fail Me
  • Fortress
  • Head Like A Haunted Horse
  • The Evil Has Landed
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