The Coronas - Trust The Wire - Cover
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The Coronas Trust The Wire


  • Label: So Far So Good Records
  • Laufzeit: 36 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Eingängige Songs und feine Arrangements: The Coronas sollten auch hierzulande längst über den Status Geheimtipp hinaus sein.

The Coronas ist eine aus Dublin, Irland, stammende Band, die bereits seit zehn Jahren im Musik-Business tätig ist. Mit „Trust The Wire“ veröffentlichen Danny O’Reilly (Gesang), Dave McPhillips (Gitarre), Graham Knox (Bass) und Conor Egan (Drums) ihren nunmehr fünftens Longplayer, der in ihrer Heimat bereits am 2. Juni 2017 erschienen ist und erstmalig für die Band den Nummer-1-Platz der Album-Charts erlangte. Ein Erfolg, der dem Vorgänger „The Long Way“ (11/2014) nicht beschieden war, obwohl dieser auf einem finanzstarken Majorlabel erschien.

The Long Way“ kam über Island Records auf den Markt, vielleicht weil die Verantwortlichen dort hofften, The Coronas noch irgendwie im abebbenden Folk-Rock-Hype unterzubekommen. Richtig glücklich schien die Ehe allerdings nicht verlaufen zu sein. Denn die Iren trennten sich schnell wieder von Island Records und riefen mit So Far So Good Records ihr eigenes Label ins Leben.

Was auf „The Long Way“ dagegen sehr gut funktionierte, war die Zusammenarbeit mit dem britischen Produzenten Eliot James (Two Door Cinema Club, Kaiser Chiefs, Noah And The Whale, The Futureheads, Gabriella Cilmi), der bei „Trust The Wire“ erneut an den Reglern saß. Eine Premiere für The Coronas, die bisher stets einen anderen Produzenten für ihre Alben engagierten. Doch scheinbar ist James in der Lage, aus der Band neue Dinge herauskitzeln, sodass es zu keiner künstlerischen Stagnation kommt.

Das Quartett hat seine Pforten im Laufe der Jahre immer stärker in Richtung der Popmusik und des Mainstreams geöffnet. Diese Eckpfeiler zeichnen auch den Sound von „Trust The Wire“ aus. Die Iren liefern geschmeidige Melodien („A bit withdrawn“, „Give me a minute“, „Not what you know“) und fluffige Rhythmen ab („Gut feeling“, „Who we are“), die an Bands wie Train oder auch Lifehouse erinnern und damit das eine oder andere Mal nicht über eine gewisse Harmlosigkeit hinauskommen.

Nichtsdestotrotz ist „Trust The Wire“ keinesfalls schlecht ausgefallen. Die vier Iren beweisen, dass sie ein Händchen für eingängige Songs und feine Arrangements besitzen. Der Band sind zwar keine Überhits gelungen, aber dafür ein mehr als solides Pop-Album, das erahnen lässt, warum The Coronas mit ihrem vorherigen Werk auf einem Majorlabel erschienen sind.

Anspieltipps:

  • Who we are
  • A bit withdrawn
  • Give me a minute
  • Not what you know
  • We couldn’t fake it
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