Eagles Of Death Metal - I Love You All The Time: Live At The Olympia In Paris - Cover
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Eagles Of Death Metal I Love You All The Time: Live At The Olympia In Paris


  • Label: Eagle Rock/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 87 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Eagles Of Death Metal kehren an den Ort des Grauens zurück. Can you fuck with that shit?

Es war eine der Horrormeldungen des Jahres 2015: Am 13. November überfiel eine Horde bewaffneter Terroristen die Pariser Konzerthalle Bataclan, in der gerade die US-Band Eagles Of Death Metal spielte und richtete unter den Besuchern ein grausames Massaker an, bei dem 89 Menschen im Kugelhagel starben und weitere hunderte verletzt wurden. Von den Eagles Of Death Metal wurde wie durch ein Wunder niemand in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch brach die Band ihre laufende Tournee geschockt ab und reiste in die Heimat zurück.

Der Band war allerdings klar, dass ihre Mission noch nicht zu Ende war. Folgerichtig kehrte sie vier Monate später nach Paris zurück, um das aufgrund des Terroranschlags abgebrochene Konzert im Bataclan zu vollenden. Dies geschah am 16. Februar 2016 im L‘Olympia, der ältesten noch existierenden Konzerthalle in Paris in der Besetzung Jesse Hughes (Gesang, Gitarre), Josh Homme und Julian Dorio (Drums), Dave Catching und Eden Galindo (Gitarre), Matt McJunkins (Bass) sowie Tuesday Cross (Keyboards).

Dieses sowohl für die Fans als auch für die Band hochemotionale Konzertereignis wurde aufwendig mitgeschnitten und liegt nun als Doppelalbum bzw. DVD/Blu-ray vor. In gut 90 Minuten können die Eagles Of Death Metal dabei bestaunt werden, was sie am besten können: Live spielen. Denn während ihre letzten Studioalben nicht mehr den Esprit der ersten beiden Werke besaßen, sind die Amerikaner auf der Bühne weiterhin eine Macht, die ihre abgedrehten Songs lässig und cool zum Besten gibt.

Dabei werden im guten, alten Rock’n’Roll-Stil noch Gitarren auf der Bühne zerkloppt, es wird mit zwei Schlagzeugern gleichzeitig agiert und die üblichen Rockstar-Mätzchen gemacht. Kein Wunder, galten die Eagles Of Death Metal doch schon immer als eine Art Parodie auf das typische Rock’n’Roller-Gehabe. Doch das ist nur eine Facette ihres künstlerischen Gesamtpakets, das schließlich auch aus jeder Menge gutklassiger Songs besteht, mit denen sich ein hörenswertes Konzert auf die Bühne bringen lässt.

Anspieltipps:

  • Complexity
  • The reverend
  • Save a prayer
  • Stuck in the metal
  • I love you all the time
  • I want you so hard (boy’s bad news)
  • Don’t speak (I came to make a bang!)
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