Liam Gallagher - As You Were - Cover
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Liam Gallagher As You Were


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Liam Gallagher hat mit seinem ersten Soloalbum ordentlich vorgelegt. Bruder Noel folgt im November.

In den vergangenen Monaten, mittlerweile gar Jahren, fiel Liam Gallagher vor allem damit auf, dass er zu jedem erdenklichen Thema seinen Senf dazugeben musste oder wahlweise seinen älteren Bruder Noel verunglimpfte. Während Noel mit seinen High Flying Birds zwei überaus erfrischende und erfolgreiche Alben veröffentlichte, trat Liam seit dem Split von Oasis mit zwei durchschnittlichen Beady-Eye-Alben auf der Stelle. Mit Hilfe von Produzenten wie Greg Kurstin (Adele, Foo Fighters), Dan Grech-Marguerat (Keane, Kaiser Chiefs) und Andrew Wyatt traut sich der 45-Jährige nun endlich ein Album unter eigenem Namen zu veröffentlichen.

Die Leadsingle „Wall Of Glass“ zeigte schon, dass sich Gallagher auf seinem ersten Soloalbum auf frühere Stärken besinnt. Zusammen mit seinem Team verpasst er dem BritPop seiner früheren Band eine Frischenzellenkur und ein modernes Gewand. „Greedy Soul“ erinnert mit treibendem Rhythmus und Akustikgitarren an die Kinks und erfrischt mit Chören und Akkordfolgen, wobei höchstens zu kritisieren ist, dass das Ganze schon fast überproduziert klingt. In puncto Harmonien, Melodien und Akkordfolgen orientierten bzw. bedienten sich die Gallagher-Brüder schon immer bei den Beatles und es verwundert nicht, dass diese Elemente auch auf „As You Were“ vorkommen.

„Paper Crown“ beginnt unspektakulär, geht allerdings direkt ins Ohr und wird Dank der Mischung aus den Fab Four und späten Echo & The Bunnymen zu einem Highlight. Mit „For What It’s Worth“ haut der Brite direkt den nächsten Hitkandidaten raus, der zur Hochzeit von Oasis wahrscheinlich auf Platz eins der UK-Charts gelandet wäre. Etwas mehr Rock’n’Roll darf es später sein. Das Riff in „You Better Run“ gibt Gallaghers BritPop eine leicht bluesige Note, die mit hypnotischen Riffs ausgestatteten „I Get By“ und „Come Back To Me“ hätten allerdings ruhig ein etwas dreckigeres Arrangement und einen härteren Sound bekommen können.

Dies sind aber auch die einzigen Kritikpunkte an einem an sich ziemlich stimmigen Album. Etwas mehr Ecken und Kanten hätte die Produktion allerdings vertragen können. Trotzdem hat Liam Gallagher mit „As You Were“ ordentlich vorgelegt. Sein Bruder Noel folgt dann im November mit einem neuen Album der High Flying Birds.

Anspieltipps:

  • Greedy Soul
  • Paper Crown
  • For What It’s Worth
  • Come Back To Me

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