Angus & Julia Stone - Snow - Cover
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Angus & Julia Stone Snow


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 52 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

„Snow“ besteht aus einem Dutzend unscheinbarer Indie-Popsongs, die sich nicht vor der Durchschnittsmarke retten können.

Aus der einstigen kleinen Indie-Band ist längst ein Majoract und Kandidat für hohe Chart-Platzierungen mit Platin-Alben und Gold-Singles geworden. Ihre Tourneen führen das Duo rund um den Globus und im Internet gehen die Streaming-Zahlen durch die Decke. Keine Frage: Angus & Julia Stone sind endgültig im Pop-Himmel angekommen, verbunden mit einer entsprechenden Erwartungshaltung des Hörers, zum Beispiel an das jetzt vorgelegte neue Album „Snow“.

Nachdem der letzte, selbstbetitelte Longplayer aus dem Jahr 2014 noch von Produzenten-Papst Rick Rubin (u.a. Lana Del Rey, Johnny Cash, Lady Gaga, Eminem, Metallica, Slayer, AC/DC) betreut wurde, hat das Duo bei „Snow“ nun alleine Hand angelegt und die Produktion komplett in Eigenregie übernommen. Die aus dem australischen Sydney stammenden Stone-Geschwister blieben allerdings der von Rick Rubin vorgeschlagenen Methode des Songwritings treu und schrieben auch für „Snow“ alle Songs gemeinsam im selben Raum. Aufgenommen wurde daraufhin in Angus‘ Landhaus-Studio in der Nähe von Byron Bay an der australischen Nordküste.

Mit „Snow“ legen Angus & Julia Stone ein Dutzend unscheinbarer Indie-Popsongs vor, die allesamt aus einem klassischen Aufbau aus Gitarre, Schlagzeug, Bass, Keyboards und Gesang bestehen. Dabei setzt das Duo seine Stimmen konsequent im Wechsel ein, wobei Angus grundsätzlich klingt, als hätte einen im Tee, während Julia den Hörer mit ihrer süßen Kinderstimme bezirzt. Insgesamt gehen die Australier bedächtig zu Werke und setzen eher auf leise Töne und gemäßigtes Tempo. Damit ist „Snow“ eine typisches Spätsommer-Album, an dem bereits die Melancholie des Herbstes rüttelt.

Doch leider schaffen es Angus & Julia Stone diesmal nicht, Songs abzuliefern, die beim Hörer auch nur ansatzweise hängenbleiben. Denn dazu sind die Tracks in aller Regel zu lieb, zu nett und zu unscheinbar. Sie verlieren sich im Wohlklang eines warmen Sounds ohne Ecken und Kanten, der angenehm ins Ohr geht – und genauso schnell auch wieder heraus. Ein paar wenige Ausnahmen stellen Songs wie „Who do you think you are“, „Nothing else“ oder auch „Cellar door“ dar, die etwas mehr Charakter zeigen, „Snow“ aber auch nicht vor dem Durchschnitt retten können.

Anspieltipps:

  • Chateau
  • Cellar door
  • Nothing else
  • Who do you think you are
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