Jack Johnson - All The Light Above It Too - Cover
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Jack Johnson All The Light Above It Too


  • Label: Brushfire/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 38 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Nein, der gute Onkel Jack beißt (immer noch) nicht. Der will nur spielen. Und in der Hängematte chillen.

Satte vier Jahre liegt das letzte Jack-Johnson-Album „From Here To Now To You“ (09/2013) inzwischen zurück. So lange hat sich der 42-jährige Hawaiianer noch nie zwischen zwei Alben Zeit gelassen. Doch nun liegt sein siebtes Studiowerk „All The Light Above It Too“ endlich vor und seine Fans dürfen sich zu zehn typischen, minimalistischen Johnson-Songs zurücklehnen und vom rauschenden Meer träumen.

Aufgenommen zusammen mit Produzent Robbie Lackritz (Feist, Zeus, Jamie Lidell, Jason Collett) in Johnsons eigenem Mango Tree Studio, stellt „All The Light Above It Too“ ein klassisches Do-It-Yourself-Album wie aus früheren Zeiten dar, bei dem auf externe Hilfe fast vollständig verzichtet wurde. Seine Inspiration für die neuen Songs holte sich Jack Johnson auf einem Segeltörn durch den Nordatlantik, auf dem er sich ohne ständige Erreichbarkeit und den Ablenkungen des Technikzeitalters voll auf das Songschreiben konzentrieren konnte.

Nach mehr als 25 Millionen verkauften Alben scheint es völlig undenkbar, dass Jack Johnson irgendwann auch nur ansatzweise etwas an seinem musikalischen Stil ändern wird. Sein perlender, akustischer Surfer-Folk-Pop ist längst zu einem Markenzeichen geworden, das er hegt und pflegt und auch auf „All The Light Above It Too“ bis ins kleinste Detail kultiviert hat. Spannend wird dies deshalb wohl niemand mehr finden. Doch die latent verträumten Songs tun auf der anderen Seite auch niemanden weh und eignen sich hervorragend, um den Hörer in Urlaubsstimmung zu versetzen.

Nein, der gute Onkel Jack beißt (immer noch) nicht. Der will nur spielen. Und in der Hängematte chillen. Diese betonte Lässigkeit strahlt auch heuer aus allen zehn Songs, die weder schlechte Laune noch Tempounterschiede kennen. Auf diese Weise schunkelt und klimpert sich Jack Johnson komplett tiefenentspannt durch seine hawaiianische Traumwelt, sodass der Hörer fast ein bisschen neidisch werden möchte. Denn nur wer im Paradies lebt, kann Stücke wie „My mind is for sale“, „Big sur“ oder auch „Sunsets for somebody else“ so authentisch darbieten, auch wenn diese unterm Strich zumeist nur von gewöhnlicher Natur sind.

Anspieltipps:

  • Big sur
  • Fragments
  • My mind is for sale
  • Sunsets for somebody else
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