The Script - Freedom Child - Cover
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The Script Freedom Child


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 49 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

The Script sind elektronischer und tanzbarer geworden. Die Frage ist: Haben die Fans das gewollt?

Das irische Pop-Trio Daniel O’Donoghue (Gesang, Keyboards), Mark Sheehan (Gitarre) und Glen Power (Drums) alias The Script hat in sechs Jahren vier Longplayer und über ein Dutzend Singles auf den Markt gebracht, die sich weltweit annähernd 30 Millionen Mal verkauft haben. Damit steht zumindest aus kommerzieller Sicht fest, dass die Jungs aus Dublin in ihrer Karriere bisher nicht viel falsch gemacht haben. Dennoch waren The Script für ihr neues Album auf Veränderung aus. Dazu legten sie erstmals eine längere Pause ein, bevor es Anfang 2016 wieder an die Arbeit ging.

The Script spielten die Songs für „Freedom Child“ in Los Angeles und London ein und legten sich dazu die Challenge auf, dem Band-Sound einen Reboot zu verpassen. Mit diesem wollen The Script u.a. eine Reaktion auf die sich rasant verändernde Welt an den Tag legen (Stichworte: Brexit-Votum und US-Präsidentschaftswahlen). Ob solche Themen in der Popmusik allerdings überhaupt eine Notwendigkeit haben, steht auf einem anderen Blatt Papier, zumal The Script ihren Stil auf „Freedom Child“ um tanzbare Electro-Pop-Klänge erweitert haben, die kein Mensch mit politische Aussagen in Verbindung bringen würde („No man is an island“, „Divided states of america“).

Die Frage angesichts von Tracks wie „Deliverance“ oder auch „Written in the scars“ ist natürlich, wie die Fans den Stilwechsel der Iren aufnehmen werden. Schließlich geben The Script damit einen Teil ihrer Identität auf, mit der sie die Charts und die Herzen der Hörer mit fliegenden Fahnen eingenommen haben. Zum Glück, möchte man sagen, besinnt sich das Trio im weiteren Verlauf des Albums wenigstens das eine oder andere Mal auf alten Stärken und liefert klassische Popsongs wie „Arms open“, „Wonders“ oder auch „Make up“ ab, die näher an dem Sound dran sind, mit dem sich der Hörer der frühen The Script identifiziert.

Damit mogeln sich „Freedom Child“ zwar irgendwie über die Ziellinie, aber nicht über die Durchschnittsmarke hinweg, die die meisten Songs auf „Freedom Child“ umgibt. Ob es das war, was sich Daniel O’Donoghue, Mark Sheehan und Glen Power unter ihrem neuen Sound vorgestellt haben? Es darf bezweifelt werden.

Anspieltipps:

  • Eden
  • Wonders
  • Arms open
  • Rock the world
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